Britische Studie: Ernährungsberatung für Diabetiker passt nicht zu den Bedürfnissen der Patienten8. April 2019 © exclusive-design – fotolia.com Die Ernährung ist ein Schlüsselelement bei der Behandlung von Diabetes. Mehrere Studien legen nahe, dass Diabetes-Patienten eine unzureichende und inadäquate Ernährungsschulung erhalten. Als ersten Schritt zur Entwicklung einer Intervention zur Verbesserung der Ernährungsberatung in der britischen Grundversorgung wollten die Studienautoren die Erfahrungen der Patienten mit der Ernährungsberatung evaluieren. Folgende Punkte sollten untersucht werden: die Einstellung der Patienten, die Bedürfnisse der Patienten sowie etwaige Hindernisse bei einer Ernährungsumstellung. Eine qualitative Studie mit drei Fokusgruppen (20 gezielt untersuchte Teilnehmer) wurde im Jahr 2016 mit erwachsenen Hausarzt-Patienten mit Typ-2-Diabetes durchgeführt. Die Mehrheit der Teilnehmer erhielt von einer Arzthelferin eine Ernährungsberatung in Form eines Merkblatts für gesunde Ernährung. Die Teilnehmer hatten ihre HbA1c-Werte regelmäßig zu überprüfen, die Ergebnisse schienen jedoch nicht mit der Überprüfung der Ernährungsgewohnheiten in Verbindung zu stehen. Der Test wurde als „bestanden“ oder „nicht bestanden“ beurteilt. Die Teilnehmer fühlten sich getestet, aber nicht über gesunde Ernährung aufgeklärt. Fazit Die Ernährungsberatung für Patienten mit Typ-2-Diabetes entspricht nicht den Erwartungen der Patienten. Die im Rahmen der Studie gesammelten Informationen können verwendet werden, um die Entwicklung von Konzepten zur Verbesserung der Ernährungsberatung von Diabetespatienten voranzutreiben. (rl) Autoren: Maria Alonso Arana, Jose Maria Valderas und Josie Solomon Korrespondenz: Josie Solomon, E-Mail: [email protected] Studie: Being tested but not educated – a qualitative focus group study exploring patients’ perceptions of diabetic dietary advice. Quelle: BMC Fam Pract. 2019 Jan 3;20(1):1. doi: 10.1186/s12875-018-0892-5 Web: https://bmcfampract.biomedcentral.com/articles/10.1186/s12875-018-0892-5