Brustkrebs: Einfluss der Therapie auf Rückkehr in die Berufstätigkeit

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Nebenwirkungen einer Brustkrebsbehandlung können negative Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit der Überlebenden haben. In älteren Studien seien keine detaillierten klinischen Daten oder patientenbezogenen Endpunkte (PRO) im Zusammenhang mit der Gesundheit zu finden, erklären die Autoren einer aktuellen Studie.

Die kombinierten Auswirkungen der Behandlung und der mit dieser verbundenen Folgen auf die berufliche Beschäftigung der Betroffenen sei bisher nicht prospektiv bewertet worden.

Die Wissenschaftler untersuchten daher eine prospektive französische klinische Kohorte von Patientinnen mit Brustkrebs des Stadiums I–III. Darunter befanden sich 1874 Frauen, die zum Zeitpunkt der Brustkrebsdiagnose berufstätig waren und ≥5 Jahre unter dem gesetzlichen Rentenalter (≤57 Jahre) lagen.

Endpunkt der Untersuchung war das Nichtwiederaufnehmen der beruflichen Tätigkeit (nonreturn to work [non-RTW]) innerhalb von 2 Jahren nach der Diagnose.

Unabhängige Variablen umfassten Behandlungseigenschaften sowie Toxizitäten (Common Toxicity Criteria Adverse Events [CTCAE] v4) und PRO (Fragebögen zur Lebensqualität der European Organization for Research and Treatment of Cancer [EORTC], Brustkrebsmodul [QLQ-BR23] und Fatiguemodul [QLQ-FA12] sowie Hospital Anxiety and Depression Scale) 1 Jahr nach der Diagnose.

Nach 2 Jahren noch nicht an ihren Arbeitsplatz zurückgekehrt waren 21% der Patientinnen. Die non-RTW-Wahrscheinlichkeit war bei Frauen, die mit einer Kombinationen aus Chemotherapie und Trastuzumab behandelt wurden, signifikant erhöht (OR vs. Chemotherapie-Hormontherapie: für Chemotherapie-Trastuzumab 2,01; 95%-KI 1,18–3,44; für Chemotherapie-Trastuzumab-Hormontherapie 1,62; 95%-KI 1,10–2,41).

Andere signifikante Assoziationen mit non-RTW waren CTCAE-Toxizitäten vom Grad ≥3 (OR vs. keine 1,59; 95%-KI 1,15–2,18), Arm-Morbidität (OR vs. keine 1,59; 95%-KI 1,19–2,13), Angstzustände (OR vs. keine 1,47; 95%-KI 1,02–2,11) und Depression (OR vs. keine 2,29; 95%-KI 1,34–3,91).

Fazit
Die Studienautoren fassen zusammen, dass systemische Therapiekombinationen mit einer erhöhten Wahrscheinlichkeit für non-RTW verbunden sind. Diese Ergebnisse der Studie rechtfertigen nach Auffassung ihrer Autoren unterstützende Interventionsstrategien, um betroffenen Patientinnen die Rückkehr an den Arbeitsplatz zu erleichtern. (ac)

Autoren: Dumas A et al.
Korrespondenz: Agnes Dumas; [email protected]
Studie: Impact of Breast Cancer Treatment on Employment: Results of a Multicenter Prospective Cohort Study (CANTO)
Quelle: J Clin Oncol 2020;38(7):734¬–743.
Web: https://doi.org/10.1200/JCO.19.01726