Brustkrebs: Forscher identifizieren neuen Marker für die Prognose

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Die Expressionswerte des RPGRIP1L-Gens könnten als neuer prognostischer Marker für Personen mit invasivem Brustkrebs dienen. Darauf deuten neue Forschungsergebnisse hin, die in der Fachzeitschrift „The FASEB Journal“ veröffentlicht wurden.

Bei der Untersuchung von Brustgewebeproben verschiedener Frauen stellten die Forscher fest, dass die Expression von RPGRIP1L in invasiven Brustkrebsproben im Vergleich zu normalen Brustgewebeproben erhöht war. Außerdem hatten die Patientinnen mit invasivem Brustkrebs, die eine höhere Expression des RPGRIP1L-Gens aufwiesen, eine kürzere Überlebenszeit als diejenigen mit einer niedrigen Expression. Darüber hinaus korrespondierte eine erhöhte Expression von RPGRIP1L mit einem Spektrum ungünstiger klinisch-pathologischer Merkmale wie dem Vorhandensein aggressiverer Krebsformen und größerer Tumore.

Die Forscher identifizierten außerdem 50 Gene und 15 Proteine, deren Expression positiv mit der Expression von RPGRIP1L verbunden war, wobei die meisten dieser Proteine und Gene an verschiedenen Aspekten der Immunantwort und des Stoffwechsels beteiligt sind. Schließlich stellte das Team fest, dass vier gegen Krebs eingesetzte Verbindungen – Azin, Epigallocatechingallat, Gentamicin und Tretinoin – in Laborexperimenten die Expression von RPGRIP1L verringern können.

„Die Ergebnisse unserer Forschung unterstreichen das Potenzial von RPGRIP1L als signifikanter prognostischer Biomarker für Brustkrebs und legen die Möglichkeit neuartiger therapeutischer Strategien nahe, die das Fortschreiten der Krankheit modifizieren und damit möglicherweise die Überlebensraten der betroffenen Personen erhöhen könnten“, kommentiert Jie Zeng vom First Affiliated Hospital der Hunan Normal University, China.