Brustkrebs: Gesünderer Lebensstil kann sich positiv auf Krankheitsverlauf auswirken21. Februar 2024 Foto: © romaset/stock.adobe.com Forschende des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf haben festgestellt, dass Empfehlungen zur Krebsprävention auch dann positive Effekte zeigen, wenn bereits eine Brustkrebsdiagnose vorliegt. Ein gesünderer Lebensstil kann sich positiv auf die Überlebensrate bei Brustkrebs auswirken. Forschende des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) stellten in einer gemeinsam mit dem Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) durchgeführten Studie fest, dass Empfehlungen zur Krebsprävention auch dann positive Effekte zeigen, wenn bereits eine Brustkrebsdiagnose vorliegt. Zu den gesunden Lebensstilfaktoren zählen unter anderem der Verzicht auf Alkohol und Tabak, eine gesunde Ernährung, ausreichende körperliche Aktivität und ein gesundes Körpergewicht. „Unsere Botschaft an alle Patientinnen ist daher: Es zahlt sich in Lebensjahren aus, auf einen gesunden Lebensstil zu achten – auch nach einer Brustkrebsdiagnose“, kommentiert Dr. Kathleen Gali Lo Conte vom Universitären Cancer Center Hamburg (UCCH) des UKE. Die Forschungsergebnisse haben die Wissenschaftler im Fachjournal „Cancer“ veröffentlicht. Für die Studie wurden Daten der sogenannten MARIE-Studie mit mehr als 10.000 Teilnehmerinnen ausgewertet, die ursprünglich durchgeführt wurde, um mögliche Risikofaktoren für die Entstehung von Brustkrebs nach den Wechseljahren zu ermitteln. Für Patientinnen nach der Menopause konnten die Forschenden nun feststellen, dass es in der Gruppe mit dem nach Empfehlungen des World Cancer Research Fund (WCRF) gesündesten Lebensstil im Zuge der Nachbeobachtung deutlich weniger Todesfälle gab als unter den Teilnehmerinnen, die sich am wenigsten an den WCRF-Empfehlungen orientiert hatten. Dies traf sowohl auf die Gesamtsterblichkeit wie auch auf den Anteil der Todesfälle zu, die auf die Krebserkrankung beziehungsweise Herz-Kreislauf-Erkrankungen zurückzuführen waren.
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