Brustkrebs: Mögliche Behandlungsmöglichkeit bei Medikamentenresistenz entdeckt7. Oktober 2024 Foto: © MIsolationPhoto/stock.adobe.com Eine neue Studie der Universität von Illinois, USA, untersuchte bei Brustkrebspatientinnen die Rolle von Aktivatoren der Ferroptose bei der Überwindung der erworbenen Resistenz gegen FOXM1-Inhibitoren. Katzenellenbogens Team wollte die Rolle von FOXM1 bei der Förderung des Überlebens und der Aggressivität von Brustkrebszellen charakterisieren, um die klinischen Ergebnisse bei Brustkrebspatientinnen zu verbessern. Sie begannen mit der Entwicklung von FOXM1-Inhibitoren, den NB-Verbindungen, die an FOXM1 binden und dessen Aktivität blockieren. Einige Brustkrebszellen, die zunächst durch NB-Verbindungen unterdrückt werden, werden jedoch resistent gegen ihre abtötende Wirkung, was zum Überleben und Wachstum dieser Krebszellen führt. „Krebszellen sind sehr schlaue Zellen, die Wege finden, um gegen die abtötende Wirkung dieser Hemmstoffe resistent zu werden“, erklärt Benita Katzenellenbogen, eine der Autorinnen der Studie. „Sie werden von dem Hemmstoff nicht mehr abgetötet und überleben stattdessen und wachsen“, fügt sie hinzu. Die Forscher untersuchten die Veränderungen in diesen Zellen, die es ihnen ermöglichten, sich anzupassen und in Gegenwart eines Hemmstoffs zu überleben. Die Ergebnisse wurden in der Zeitschrift „Breast Cancer Research and Treatment“ veröffentlicht. Ergebnisse der Studie Unerwarteterweise zeigte eine globale RNA-Genanalyse, dass bei ER-positiven und dreifach negativen Brustkrebszellen die Resistenz gegen die FOXM1-Hemmung mit einer erhöhten Konzentration von Ferroptose unterdrückenden Genen einherging. Dies deutet darauf hin, dass die erworbene Resistenz gegen FOXM1-Inhibitoren durch Induktoren der Ferroptoseaufgehoben werden könnte. „Das hat uns ermutigt, den Status der Ferroptose in empfindlichen Zellen und in Zellen, die gegen die Inhibitoren resistent geworden sind, genauer zu untersuchen“, so Katzenellenbogen. Obwohl die Ergebnisse des Teams in in-vivo-Tiermodellen weiter untersucht werden müssen, sind die Wissenschaftler zuversichtlich, dass der Einsatz von Ferroptose-Aktivatoren ein wirksames Mittel zur Behandlung einer Vielzahl von Krebsarten und zur Verbesserung der therapeutischen Reaktion auf die FOXM1-Hemmung sein könnte.
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