Brustkrebsmonat: DACH-Initiative greift Tabus auf4. Oktober 2021 Foto: © Pormezz – stock.adobe.com Schulterschluss von ExpertInnen hilft Brustkrebspatientinnen bei Fragen zu Sexualität, Körperbild und Partnerschaft. Lena K. ist 46 Jahre alt und hat vor drei Monaten die Diagnose Brustkrebs erhalten. Sie fühlt sich wie vor einem Abgrund: Wie soll sie mit dieser Diagnose umgehen? Wird die Behandlung ansprechen? Muss sie jetzt sterben? Was wenn ihre Familie daran zerbricht? Frauen wie ihr bietet die neue Initiative der Online-Plattform für Gesundheitskompetenz http://selpers.com niederschwellige Informationen. Wenn Frauen nach der Diagnose Brustkrebs nicht wissen, wie es weitergeht. Wenn ihnen ihr Körper nach der Brustoperation fremd ist. Wenn ihre Beziehung durch die Erkrankung belastet ist. Oder wenn sich ihre sexuellen Bedürfnisse und Grenzen durch die Erkrankung verändert haben und sie nicht wissen, wie sie mit ihrem Partner / ihrer Partnerin darüber reden können. Zum ersten Mal setzen sich Patientenschulungen für Brustkrebspatientinnen mit diesen Themen auseinander. Wir wollen Tabus ansprechen und Fragen beantworten, für die im Arztgespräch oft die Zeit fehlt oder die aus Scham erst gar nicht gestellt werden, so Dr. Iris Herscovici, Gründerin von selpers.com. Das macht die Schulungen zu einer wichtigen Ergänzung des Arztgesprächs. Patientinnen können sich anonym informieren und sicher sein, dass die Inhalte geprüft sind, nicht unnötig ängstigen und einen Weg zeigen, mit der Diagnose und damit einhergehenden Herausforderungen umzugehen. Das alles ohne Registrierung und kostenlos. Insgesamt werden von den ExpertInnen über 1.000 Patientenfragen in über 900 Minuten Videomaterial beantwortet. Angefangen vom Umgang mit der Diagnose über Brustkrebsarten und Behandlung bis zu Fragen der Lebensqualität wie Körperbild, Sexualität und Partnerschaft. Führende ExpertInnen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz Führende ExpertInnen aus dem DACH-Raum haben die Online-Schulungen mitentwickelt. U. a. Prim.a Priv.-Doz.in Dr.in Birgit Volgger, die das Brustkrebszentrum Osttirol initiierte, OÄin Dr.in Ursula Denison, Gynäkoonkologin und Vizepräsidentin der Österreichischen Krebshilfe Wien, Dr.in Eliane Sarasin Ricklin vom Universitätsspital Zürich, Prof.in Dr.in Beate Schultz-Zehden, Professorin an der bbw Hochschule Berlin und viele mehr. Betroffene kommen zu Wort Neben den ExpertInnen kommen auch Brustkrebspatientinnen und ihre Angehörigen in den Schulungen zu Wort. Darunter die Brustkrebsaktivistin Mag.a Claudia Altmann-Pospischek, die zusammen mit ihrem Partner über die Diagnose, was diese für ihre Beziehung bedeutet hat und wie sie heute damit umgehen spricht. Aufklärung für Nicht-Betroffene Um Nicht-Betroffenen Verständnis für die Realität einer Brustkrebspatientin zu vermitteln, für ihre Probleme und Herausforderungen, wurde ein Brustkrebs-Quiz entwickelt. VertreterInnen der Österreichischen Krebshilfe, Europa Donna Schweiz, der Bayerischen Krebsgesellschaft, der ABCSG, und andere prominente Stimmen aus dem Gesundheitssektor, wie z. B. Patientenanwalt Dr. Gerald Bachinger, beantworten Fragen rund um die Situation und Herausforderungen von Brustkrebspatientinnen. “Wir freuen uns, dass die Initiative von so vielen engagierten Menschen getragen wird. Besonders schön sind die persönlichen Rückmeldungen von Betroffenen, die wir erhalten. Jede einzelne Brustkrebspatientin, die wir damit unterstützen können, ist für uns Motivation und Bestätigung”, so Dr. Herscovici abschließend.
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