BTK: Tierseuchenbekämpfung am Rande der Eskalation – ASP führt zu enormer personeller Belastung31. Juli 2024 (Symbolbild) Foto: © dusanpetkovic1 – stock.adobe.com Die aktuell prekäre Tierseuchensituation in Deutschland führt zu einer enormen personellen Belastung in Veterinärverwaltungen, Laboren und den zuständigen Stellen der Bundeswehr. Insbesondere angesichts der sich ausbreitenden Afrikanischen Schweinepest (ASP) macht die Bundestierärztekammer (BTK) erneut auf diese Problematik aufmerksam und warnt vor einer Eskalation. „Die gegenwärtige ASP-Situation in den angrenzenden Bundesländern zu Polen und die ASP-Einträge in Schwarzwild und Hausschweinebestände in Hessen und Rheinland-Pfalz verlangen u. a. den Veterinärämtern höchste Einsatzbereitschaft ab, um den Seuchenzug einzudämmen, aufzuhalten und das Ziel der Seuchentilgung zu erreichen“, mahnt der BTK-Präsident Ltd. VD Dr. Holger Vogel. „Personelle Entlastungen sind unverzüglich sicherzustellen – sowohl in den Grenzbundesländern als auch in den Bundesländern mit Solitäreinträgen. Auch die Bereitstellung der erforderlichen Finanzmittel in der aktuellen Phase der Ausbreitung ist zwingend erforderlich“, sagt Dr. Vogel. Schon der Deutsche Tierärztetag 2018 forderte die Landesregierungen auf, länderübergreifende, verbindliche Leitlinien für die personelle Ausstattung der Veterinär- und Untersuchungsämter zu erarbeiten und deren Umsetzung durch die Länder vollständig zu finanzieren (Arbeitskreis 3: Amtstierarzt 2030). Es muss dafür Sorge getragen werden, dass die staatlichen Untersuchungseinrichtungen den Herausforderungen der Zukunft gewachsen sind, insbesondere durch eine angemessene Ausstattung mit qualifiziertem Personal. Seit einigen Jahren breitet sich die ASP in Deutschland immer weiter aus und macht die Notwendigkeit, im Sinne einer erfolgreichen Tierseuchenbekämpfung zu handeln, nun deutlicher denn je.
Mehr erfahren zu: "Welttag der Tierimpfung – Vom Zootier bis zum Heimtier" Welttag der Tierimpfung – Vom Zootier bis zum Heimtier Der Verband der Zoologischen Gärten (VdZ) warnt vor Seuchenrisiken für bedrohte Arten. Da Impfungen die Tiere effektiv schützen, fordert der Verband Abhilfe durch nationale Impfstrategien für Zootiere.
Mehr erfahren zu: "Audiatur et altera pars: Höhere Tierarztkosten belasten Tierheime" Audiatur et altera pars: Höhere Tierarztkosten belasten Tierheime Im Jahr 2022 sind die Gebühren für die Behandlung von Tieren geändert worden. Das hat spürbare Auswirkungen, wie eine Umfrage des Tierschutzbundes zeigt. Vielleicht könnten fest verankerte Sonderregelungen für Tierschutzeinrichtungen […]
Mehr erfahren zu: "Statement der Bundestierärztekammer zur GOT" Statement der Bundestierärztekammer zur GOT Die durch die Gebührenordnung für Tierärzte (GOT) verbindlichen Gebühren sichern Qualität, Transparenz und Versorgung von Tieren und schützen somit vor allem auch die Tierhaltenden, wie die Bundestierärztekammer (BTK) in einer […]