Bundesgesundheitsminister besucht DKG-zertifiziertes Brustkrebszentrum: Zertifizierte Zentren in der Onkologie als Vorbild für die Krankenhausreform2. Mai 2023 Im Audit – Besichtigung der Chemo-Ambulanz. Foto: © Vivantes/Kevin Kuka Das Brustkrebszentrum im Vivantes Klinikum Am Urban in Berlin ist seit 2008 fortlaufend zertifiziert. Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach begleitete das diesjährige Überwachungsaudit. Zertifizierte Zentren sind Netzwerke aus stationären und ambulanten Einrichtungen, in denen alle an der Behandlung von Krebspatienten beteiligten Fachrichtungen eng zusammenarbeiten. Ein solches Netzwerk ist das Brustkrebszentrum im Vivantes Klinikum Am Urban, Berlin. Seit 2008 weist das Zentrum jährlich nach, dass es die fachlichen Anforderungen für die Behandlung der Erkrankung erfüllt und über ein etabliertes Qualitätsmanagementsystem verfügt. In diesem Jahr begleitet Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach das Audit. Die Zertifizierung von Krebszentren ist zum Vorteil für die Patienten: Daten zeigen, dass die Behandlung in zertifizierten Zentren im Vergleich zur Behandlung in nicht zertifizierten Einrichtungen zu deutlichen Überlebensvorteilen führt. Bei Brustkrebs beträgt dieser Überlebensvorteil bis zu 23 Prozent.Gute Ergebnisqualität nur durch das GesamtpaketIn ihrer dritten Stellungnahme zur Krankenhausreform schlägt die Regierungskommission vor, dass die onkologische Versorgung in Zukunft in zertifizierten Zentren erfolgen soll. Ein begrüßenswerter Schritt, denn Krebserkrankungen treten häufig auf, gleichzeitig unterliegt ihre Behandlung einigen Besonderheiten. So erfordert die Behandlung immer eine langfristige Zusammenarbeit vieler verschiedener medizinischer Fachdisziplinen und Berufsgruppen, von der Früherkennung, über Diagnostik und Therapie bis hin zu Nachsorge und Palliation. Die Herausforderungen bei der Umsetzung dieser Anforderungen durch die Krankenhausreform adressieren die onkologisch tätigen Fachgesellschaften in einem gemeinsamen Positionspapier, in dem sie zeigen, wie die Qualität der onkologischen Behandlung sichergestellt und gleichzeitig die Komplexität der onkologischen Versorgungsstrukturen berücksichtigt werden kann. Neben den Leistungsgruppen, die sich an einzelnen Fachdisziplinen orientieren, werden auch weitere Mindestvorhaltungen benötigt, die in dem Positionspapier beispielhaft beschrieben sind. Das Zertifizierungssystem wirkt durch das Zusammenspiel dieser Anforderungen. Nur wenn diese gemeinsam zum Tragen kommen, kann die gewünschte Ergebnisqualität nachweisbar erzielt werden.Lauterbach: „Spitzenmedizin besonders fördern“Im Klinikum Am Urban erhielt Gesundheitsminister Lauterbach einen Einblick, welche Netzwerkpartner an einem zertifizierten Zentrum beteiligt sind, welche Qualitätsanforderungen erfüllt werden müssen und wie das Klinikum Verbesserungsvorschläge umsetzt. „Krebspatientinnen und -patienten sollten sich am besten in zertifizierten Zentren behandeln lassen. Denn dann haben sie die besten Erfolgschancen bei Behandlungen. Deshalb wollen Bund und Länder mit der Krankenhausreform Spitzenmedizin besonders fördern. Seit 20 Jahren unterzieht die Deutsche Krebsgesellschaft Brustkrebszentren einer strengen Qualitätskontrolle. Das schafft Sicherheit, für Betroffene, die sich darauf verlassen können, dort die bestmögliche Behandlung zu erhalten. Diesem unermüdlichen Engagement gilt mein Dank. Das Qualitätsmanagement der Deutschen Krebsgesellschaft, gerade im Bereich Brustkrebs, hat Pionierarbeit geleistet, die international beachtet wird“, so Gesundheitsminister Lauterbach.
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