Bundesgesundheitsminister dankt IVD-Industrie und Ulrich Schmid bleibt VDGH-Vorstandsvorsitzender29. Juni 2021 © tilialucida – stock.adobe.com Auf der Mitgliederversammlung 2021 des Verbandes der Diagnostica-Industrie (VDGH) dankte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn der Industrie für ihre Leistungen während der Pandemie. Außerdem wurde Ulrich Schmid wieder zum VDGH-Vorstandsvorsitzenden gewählt. „Wir haben ein starkes Gesundheitssystem, das der Nation in dieser Jahrhundertpandemie Sicherheit gibt“, so Spahn zu den rund 100 Spitzenvertretern der Testhersteller und Life-Science-Forschungszulieferer. Der Minister zeigte sich beeindruckt von der effizienten Zusammenarbeit zwischen Laboren und Industrie, die sonst zu den weniger sichtbaren Playern des Gesundheitswesens gezählt werden. „Wenn ich auf die letzten 18 Monate der Pandemie zurückblicke und auf die Dynamik von SARS-CoV-2, kann ich kaum glauben, dass es bereits sechs Wochen nach Entdeckung des Virus den ersten PCR-Test gab, ein halbes Jahr später bereits Antigen-Tests und heute Selbsttests“, sagte der Bundesgesundheitsminister. Es habe „geklappt“ mit der Industrie, lobte Spahn, und er selbst habe gelernt „unter Stress zu vertrauen“. Dem Verband dankte er für sein Engagement und das Einbringen der Branchenexpertise. Der Bundesminister hob hervor, welche Kapazitätssteigerungen innerhalb kürzester Zeit möglich gewesen sind und wie schnell die Testhersteller die ganze Welt mit unterschiedlichen Technologien zum Nachweis von SARS-CoV-2 beliefern konnten: „Es gilt, diese Industrie in den nächsten Jahren weiter zu stärken und den Wirtschaftsstandort Deutschland in der Forschung und in der Produktion zu fördern.“ Spahn zeigte sich optimistisch, dass die von der IVD-Industrie geforderte Verschiebung des Geltungsbeginns der europäischen IVD-Verordnung um ein Jahr Gehör finden werde. „Das ist nicht nur ein Industriethema, sondern ein Versorgungsthema“, sagte Spahn mit Blick auf die unzureichende Zahl von Benannten Stellen, um alle Produkte der IVD-Hersteller nach den Vorgaben der neuen Verordnung zu prüfen. „Die Pandemie hat gezeigt, wie wichtig die Versorgung mit Diagnostika ist und dass wir uns einen Versorgungsengpass nicht leisten können“, so Spahn. Deshalb plädiere Deutschland für eine Änderung der Übergangsfristen. Andere EU-Mitgliedstaaten hätten, anders als Deutschland, keine IVD-Industrie. Hier müssten weitere Gespräche ansetzen, sagte der Minister und zeigte sich überzeugt, dass der Rat auf europäischer Ebene zu einer breiten Mehrheit findet. VDGH-Vorstandsvorsitzender Ulrich Schmid dankte Jens Spahn für die Anerkennung und Wertschätzung der Industrie. Er wünsche sich eine Fortsetzung des konstruktiven Dialogs. „Die Pandemie ist noch nicht vorbei“, so Schmid. Die Testhersteller stünden mit weiteren Technologien zur Unterstützung des Pandemiemanagements bereit, u. a. zur schnellen Differentialdiagnostik zwischen Influenza und SARS-CoV-2, zur Detektion von SARS-CoV-2-Viren im Abwasser und zum Impfmanagement mit weiterentwickelten Antikörpertests. Des Weiteren hat der VDGH turnusgemäß seinen Vorstand für die Jahre 2021–2023 gewählt. Dabei wurde Ulrich Schmid (A. Menarini Diagnostics Deutschland) im Amt des Vorstandsvorsitzenden des VDGH bestätigt. Ebenfalls bestätigt wurde Dr. Thorsten Hilbich (DiaSorin Deutschland) als stellvertretender Vorstandsvorsitzender. Dr. Martin Bäßler (Siemens Healthcare Diagnostics) ist neuer Schatzmeister des Verbandes. Ebenfalls in den Vorstand wiedergewählt wurden Dr. Kay Brunner (Abbott), Stefanie Giesener (DiaSys Diagnostic Systems) und Dr. Peter Quick (Promega). Quick ist zugleich Sprecher der Fachabteilung Life Science Research (LSR) im VDGH. Neu in den VDGH-Vorstand gewählt wurden Dr. Lasse Lehnert (medac), Alexandre Schneider (bioMérieux Deutschland) und Dr. Peter Schüßler (Thermo Fisher Scientific). Dr. Schüßler verstärkt – zusammen mit Dr. Peter Quick – die Repräsentanz der Industrie der Forschungszulieferer im Gesamtvorstand des VDGH. Nicht erneut zur Wiederwahl gestellt hatten sich Dr. Nicole Stumpp und Sascha Przybilla aufgrund neuer beruflicher Aufgaben. Die Mitgliederversammlung des VDGH wählte die Vorstandsmitglieder des Branchenverbandes am 25. Juni 2021 .
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