BvDU-Präsidentin stellt im September ihr Amt zur Verfügung – Verband setzt auf Teamarbeit13. Januar 2023 Catrin Steiniger. Foto: BVdU Vor dem Hintergrund ihrer Wahl zur Vorstandsvorsitzenden der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Brandenburg stellt Catrin Steiniger, Präsidentin des Berufsverbands der Deutschen Urologen (BvDU), im September ihr Amt zur Verfügung. Damit will Steiniger laut BvDU-Mitteilung weiteren Engagierten die Möglichkeit bieten, “sich im Rahmen einer einflussreichen Vorstandsposition für die berufspolitischen Belange der Urologinnen und Urologen einzusetzen”. Als KV-Chefin werde Steiniger in Brandenburg Haus- und Fachärzte an einen Tisch bringen, die Budgetierung der Honorare bekämpfen und die intersektorale Versorgung zwischen Klinik und Praxis politisch gestalten. Die Wahl der Urologin zur KV-Chefin neben zwei weiteren Urologen, die bereits an der Spitze der KV Westfalen-Lippe und der KV Saarland stehen, belege den Erfolg des hohen berufspolitischen Engagements der im Vergleich zu anderen Fachrichtungen kleinen urologischen Fachärzteschaft. „Dies macht deutlich, dass sich berufspolitische Arbeit und Erfahrung lohnen“, so Steiniger. Die Amtszeit läuft auch nach neuer Satzung im Regelfall vier Jahre, wie der BvDU gegenüber Kompakt Urologie auf Nachfrage bestätigte. Die Noch-Präsidentin wolle jetzt aber weiteren berufspolitisch engagierten Urologinnen und Urologen die Möglichkeit bieten, eine Position im Vorstand des Berufsverbands einzunehmen, um so die urologische und berufspolitische Kraft insgesamt noch breiter aufstellen zu können. Die Neuwahl erfolge im September durch die Mitglieder im Rahmen der Mitgliederversammlung. Neue Satzung stärkt Teamarbeit des Vorstands Zuvor hatten sich die Gremien des Berufsverbands auf Grundlage der positiven Entwicklung ausgetauscht, “wie diese hervorragende Ausgangslage berufspolitisch strategisch ausgeschöpft werden kann”, wie es in der Mitteilung heißt. Dem BvDU sei zugute gekommen, dass seit den Neuwahlen im September 2021 das gesamte Präsidium sehr erfolgreich als Team und gemeinsam mit dem BvDU-Hauptausschuss gehandelt habe. Dies schlage sich auch in der mit rund 90 Prozent der Stimmen angenommenen neuen Satzung nieder. Die neue Satzung stärkt den Vorstand gegenüber dem Hauptausschuss, zu dem neben dem Präsidium auch die Vorsitzenden der Landesverbände und der Arbeitskreise gehören. Durch schnellere Entscheidungsvorgänge will der Berufsverband so schlagkräftiger werden. Generell setzt der Berufsverband nicht mehr so sehr auf die Präsidentenposition als Kapitän/Kapitänin seiner Geschicke, sondern auf Teamarbeit. Mit der Eintragung der neuen Satzung ins Vereinsregister werde der BvDU in Zukunft durch den Vorstand vertreten und nicht mehr ausschließlich durch die Präsidentin, heißt es vom BvDU gegenüber Kompakt Urologie. „Zukünftig erfolgt die Außenvertretung des Berufsverbands durch zwei Personen des Vorstands. Die neue Satzung schreibt das Vier-Augen-Prinzip vor. In Zukunft wirken mehrere Vorstandsmitglieder nach außen“, so der Schriftführer des BvDU, Dr. Axel Belusa laut Pressemitteilung. Zum Vorstand gehören neben Steiniger und Belusa Prof. Peter Jürgen Goebell als 1. Vizepräsident, Dr. Peter Kollenbach als 2. Vizepräsident und Dr. Peter Kühne als Schatzmeister. (ms)
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