BvDU ruft Urologen zum Protest beim Ärztetag auf

Axel Belusa, Präsident des Berufsverbands der Deutschen Urologie. Foto: BvDU

Der Berufsverband der Deutschen Urologie (BvDU) ruft seine Mitglieder zum Protest auf: Zum Auftakt des Deutschen Ärztetages in Mainz am 07.05.2024 wollen die Ärzte unter dem Motto „Versorgung bedroht – Patienten in Not“ ab 9 Uhr vor der Rheingoldhalle demonstrieren.

Der geplante Protest sei Teil eines Aktionsbündnisses von zahlreichen, bundesweit agierenden Ärzteverbänden, so der BvDU in einer aktuellen Mitteilung. BvDU-Präsident Dr. Axel Belusa erklärt, warum der BvDU den Protest unterstützt und forciert: „Jährlich gehen mehr Kolleginnen und Kollegen in Rente oder geben vorzeitig ihre Praxen auf, ohne entsprechenden Nachwuchs. Und die Politik tut: nichts. Ganz im Gegenteil. Die Ärzteschaft wird zwischen den ökonomischen Rahmenbedingungen und den gesellschaftlichen Anforderungen, wie dem uneingeschränkten Leistungsversprechen, zerrieben. Die Politik will, dass wir ihre Probleme lösen, indem wir mit weniger Ärzten, weniger Fach- und Pflegekräften, für weniger Geld und kontinuierlichem Rückgang der Selbstverwaltung mehr arbeiten. Wir fordern von der Gesellschaft würdige Rahmenbedingungen, damit wir uns genau für diese Gesellschaft 24 Stunden am Tag 7 Tage in der Woche kümmern können.“

Die Situation in Kliniken und Praxen sei desaströs, denn nach wie vor warte die Fachärzteschaft auf die leistungsgerechte Honorierung ihrer Leistungen, begründet der BvDU den Protestaufruf. Generell kritisiert der Verband, dass die Politik zunehmend in die ärztliche Freiberuflichkeit eingreife. Die Ärzte fordern eine Entbudgetierung und eine Novellierung der Gebührenordnung für Ärzte sowie Rahmenbedingungen, die es ihnen ermöglichen, ihre ärztliche Leistung bestmöglich zu erbringen. Sie verlangen weiterhin verbindliche Zusagen für eine Entbürokratisierung und eine Digitalisierung, die funktioniert.

(ms)