BvDU wehrt sich gegen zusätzliche Budgetierung3. August 2021 BvDU-Präsident Axel Schroeder. Foto: BvDU Der Berufsverband der Deutschen Urologen (BvDU) richtet deutliche Worte gegen die Forderung des GKV-Spitzenverbandes und des AOK-Bundesverbandes, mehr ärztliche Leistungen zu budgetieren. “Tatsächlich heißt es ganz einfach nur Leistungskürzungen für Versicherte und Patienten”, so der BvDU in einer aktuellen Mitteilung. GKV und AOK haben in ihrem Positionspapier zur Bundestagswahl angeregt, entbudgetierte Leistungen in der ambulanten Versorgung zu stoppen und in die Gesamtvergütung zu überführen. Die GKV will nach Ansicht des BvDU auf diese Weise “die finanzielle Stabilität der gesetzlichen Krankenversicherung auf dem Rücken der Versicherten, Ärztinnen und Ärzte sichern”. BvDU-Präsident Dr. Axel Schroeder findet dafür klare Worte: „Es ist eine Arroganz der Krankenkassen, jetzt darüber nachzudenken, ausbudgetierte Leistungen wie z. B. Vorsorgeuntersuchungen, Krebsfrüherkennung, Impfen und ambulantes Operieren budgetieren zu wollen. Dieser rückwärtsgewandte Blick mit dem einzigen Ziel, vermeintlich schnell die Kassen wieder aufzufüllen, macht mich wütend. Hier wird das Patientenwohl hintenangestellt!“ Sollen der Ärzteschaft neue Aufgaben übertragen werden, so würden die Krankenkassen keine Zurückhaltung kennen, erinnert Schroeder mit Blick auf die COVID-19-Pandemie. Doch wenn es um angemessene Vergütung gehe, dann werde nach einer Budgetierung gerufen. Die Urologen bleiben jedoch bei ihrer Forderung, dass Leistungen, die erbracht werden, von den gesetzlichen Kassen auch voll bezahlt werden müssten. “Ansonsten muss eine Leistungsbegrenzung der Budgetierung folgen”, droht Schroeder, der auch Vorstandsmitglied des Spitzenverbandes Fachärzte Deutschlands (SpiFa) ist. Der BvDU kündigt an, er werde wie alle in der Allianz Deutscher Ärzteverbände organisierten Verbände den Forderungen der Krankenkassen entschieden entgegentreten. “Finanzdefizite der gesetzlichen Krankenkassen durch unbezahlte Mehrarbeit von Ärztinnen und Ärzten sowie des Praxispersonals ausgleichen zu wollen, macht die Leistungsfeindlichkeit im Denken der gesetzlichen Krankenversicherung deutlich”, so der Verband abschließend in seiner Pressemitteiliung. (BvDU/ms)
Mehr erfahren zu: "5-ARI vor TURP verringern das Blutungsrisiko" 5-ARI vor TURP verringern das Blutungsrisiko Die präoperative Gabe von 5-alpha-Reduktase-Inhibitoren (5-ARI) reduziert signifikant den intraoperativen Blutverlust und das Risiko einer Bluttransfusion bei Patienten, die sich einer transurethralen Resektion der Prostata (TURP) aufgrund einer Benignen Prostata-Hyperplasie […]
Mehr erfahren zu: "Nephrektomie beim cT1-Nierenzellkarzinom: Prädiktoren für Erhöhung des Tumorstadiums identifiziert" Weiterlesen nach Anmeldung Nephrektomie beim cT1-Nierenzellkarzinom: Prädiktoren für Erhöhung des Tumorstadiums identifiziert Neun bestimmte Variablen können Prädiktoren für eine postoperative Erhöhung des Tumorstadiums (pathological upstaging) des cT1-Nierenzellkarzinoms sein, so eine neue Studie aus China.
Mehr erfahren zu: "Unterstützung für Blasenkrebs-Betroffene im Großraum Düsseldorf" Unterstützung für Blasenkrebs-Betroffene im Großraum Düsseldorf Am Universitätsklinikum Düsseldorf gibt es ein neues Selbsthilfeangebot für Betroffene von Blasenkrebs. Die Leitung übernimmt Dr. Rudolf Kochs, Hausarzt aus Dormagen im Ruhestand.