BVF und DGGG unterstützen Forderung nach „Nationalem Aktionsplan Frauengesundheit“26. Januar 2026 Foto: © new-africa/stock.adobe.com Die Vorsitzende im Gesundheitsausschuss im Deutschen Bundestag, Dr. Tanja Machalet (SPD), setzt sich für eine Verbesserung der Frauengesundheit in Deutschland ein. Konkret wirbt sie für einen „Nationalen Aktionsplan Frauengesundheit.“ Als klaren politischen Akzent in der Arbeit des Gesundheitsausschusses benennt Machalet das Thema Frauengesundheit. Im Gespräch mit dem Deutschen Ärzteblatt wirbt sie ganz konkret für einen „Nationalen Aktionsplan Frauengesundheit“. In dem Beitrag heißt es: „Mir geht es um die Versorgung bei Herzinfarkt, Brustkrebs, HPV-Impfungen sowie die Medikamentenforschung, die Frauen zu oft außen vorlässt.“ Gendergesundheit in den Blick nehmen Machalet zufolge müsse auch die Gendergesundheit in den Blick genommen werden, wozu auch die Männergesundheit zähle. Zudem müsse der Prävention zu mehr Aufmerksamkeit verholfen werden. Die Ausschussvorsitzende kritisiert die ineffizienten Strukturen im Gesundheitssystem und spricht sich für eine Beschleunigung der Digitalisierung aus. Dies, um etwa Doppeluntersuchungen vermeiden zu können. „Wir danken Tanja Machalet, dass sie sich mit so viel Nachdruck für einen Aktionsplan für Frauengesundheit in Deutschland einsetzt und freuen uns sehr auf die Fortführung unseres Dialogs“, kommentiert DGGG-Präsident Prof. Gert Naumann. Beim Parlamentarischen Abend der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe war Machalet Gast. Auf der Veranstaltung wurden im Dialog mit der Politik Fachempfehlungen für die Verbesserung der Frauenheilkunde in Deutschland für Klinik und Praxis präsentiert. „Frauenärztinnen und Frauenärzte begleiten Frauen oft über alle Lebensphasen hinweg und übernehmen damit eine zentrale Rolle in der primärärztlichen Versorgung. Da sich Frauen- und Männerkörper in Symptomen, Krankheitsverläufen und Therapien unterscheiden, muss Frauengesundheit in Versorgung und Forschung systematisch verankert werden. Ein Nationaler Aktionsplan Frauengesundheit ist dafür ein notwendiger und längst überfälliger Schritt“, ergänzt der zweite Vorsitzende des BVF, Markus Haist. Aktuelle Herausforderungen Zu den dringendsten gesundheitspolitischen Herausforderungen zählen laut BVF und DGGG: Die Gleichstellung der frauenärztlichen Versorgung im Primärarztsystem Eine nachhaltige Sicherung der ambulanten fachärztlichen Versorgung Eine Einführung einer Bagatellgrenze bei Regressprüfungen Eine stärkere Berücksichtigung frauenspezifischer Erkrankungen wie Endometriose und Wechseljahresbeschwerden Der Ausbau präventiver Angebote und Förderung von Gesundheitskompetenz Die Neustrukturierung der Geburtshilfe mit Fokus auf Sicherheit und Facharztverfügbarkeit Adäquate Strukturen für ambulante Operationen Eine bessere Integration gynäkologischer Krebserkrankungen im Krankenhausstrukturgesetz (KHSG) Die Anpassung des Reproduktionsrechts an den Stand der Wissenschaft Die Finanzierung und Absicherung ärztlicher Weiterbildung Die Fachverbände sehen in diesen Maßnahmen zentrale Stellschrauben für eine zukunftsgerichtete Frauengesundheitspolitik und appellieren an die Politik, nun zügig konkrete Reformschritte einzuleiten.
Mehr erfahren zu: "Rezepte und Überweisungen: Krankenkassen für digitales Navigationstool" Rezepte und Überweisungen: Krankenkassen für digitales Navigationstool Viele Ärzte sind heute überlaufen – und gesetzlich Versicherte haben es schwer, dort durchzudringen. Die gesetzlichen Krankenkassen schlagen vor, bestimmte Dinge mit Hilfe eines digitalen Navigationstools zu erledigen.
Mehr erfahren zu: "Drohender Engpass bei Antibiotika: Sonderregeln greifen" Drohender Engpass bei Antibiotika: Sonderregeln greifen Nachschubprobleme bei Medikamenten kommen öfter vor, und meist lassen sie sich direkt ausgleichen. Bei bestimmten Antibiotika ist die Lage jetzt schwieriger, weshalb das Ministerium Sonderregeln einführt.
Mehr erfahren zu: "Vorschlag der DAK: Weniger Steuern auf Arzneien, mehr auf Tabak und Alkohol" Vorschlag der DAK: Weniger Steuern auf Arzneien, mehr auf Tabak und Alkohol Die Ausgaben für die medizinische Versorgung steigen weiter. Die Regierung will gegensteuern und eine drohende große Lücke 2027 schließen – nur wie? Ein Vorschlag der DAK sieht eine Umverteilung der […]