C-reaktives Protein trägt bei Myasthenia gravis zu Fatigue bei24. Oktober 2025 Foto: © jarun011 – stock.adobe.com Chronische, durch C-reaktives Protein vermittelte, leichtgradige Entzündungen tragen zur Pathogenese der Fatigue bei MG bei. Das zeigen die Ergebnisse einer aktuellen Untersuchung aus den Niederlanden. Fatigue ist eines der am häufigsten berichteten Symptome bei Myasthenia gravis (MG) und wird als angeborener Mechanismus zur Minimierung der Muskelaktivität angesehen, um die Muskeln vor (weiteren) Schäden zu schützen. Die genaue Pathophysiologie der Fatigue ist allerdings nach wie vor unklar. Nun deuten die Ergebnisse eines niederländischen Forscherteams jedoch darauf hin, dass chronische, durch C-reaktives Protein (CRP) vermittelte, leichtgradige Entzündungen zur Pathogenese der Fatigue bei MG beitragen. Dies stehe mit der Hypothese im Einklang, dass lokale periphere Entzündungsprozesse systemische Entzündungskaskaden auslösen, die für die Fatigue verantwortlich sind, erklären die Wissenschaftler in „Neurology Neuroimmunology & Neuroinflammation“. Um die Pathophysiologie der Fatigue bei MG näher zu erforschen, analysierten Annabel M. Ruiter und Kollegen von der Medizinischen Universität Leiden (Niederlande) in einer Kohorte von 116 Anti-Acetylcholinrezeptor-positiven Patienten mit MG 38 Serum-Biomarker, darunter verschiedene Zytokine und Myokine. Bei 64 Prozent der Patienten lag eine schwere Fatigue vor. Starke Korrelation zwischen Fatigue und CRP Für jeden der erhobenen Biomarker führten die Forschenden eine multivariate lineare Regressionsanalyse durch, um eine Korrelation mit Fatigue zu finden. Dabei bezogen sie folgenden vorab ausgewählten Kovariaten in die Primäranalyse mit ein: Geschlecht, Alter, Schweregrad der Erkrankung, Depressions- und Angstwerte, nicht steroidale immunsuppressive Medikamente und kumulative Prednison-Dosis in den vorangegangenen sechs Monaten. Auf diesem Weg fanden die Forschenden eine starke Korrelation zwischen Fatigue und CRP, die auch nach zusätzlicher Berücksichtigung von Body-Mass-Index, anstrengender körperlicher Aktivitäten und Hämoglobinspiegel bestehen blieb. (ej/BIERMANN)
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