Cannabis als Medizin: Expertenrunde plädiert für Fertigarzneimittel20. September 2017 Foto: © rgbspace – Fotolia.com Seit März dieses Jahres regelt das sogenannte Cannabisgesetz in Deutschland den Zugang zu Cannabis als Arzneimittel neu. Pharmazeuten und Mediziner haben nun eine Stellungnahme zur rationalen Pharmakotherapie mit Cannabisprodukten erarbeitet. Seit März dieses Jahres regelt das Gesetz “Cannabis als Medizin” in Deutschland den Zugang zu Cannabis als Arzneimittel für Patienten mit schwerwiegenden Erkrankungen neu. Neben dosisstandardisierten Fertigarzneimitteln dürfen sie nunmehr Cannabis in Apotheken auch als Arzneidroge beziehen. Vor diesem Hintergrund hatte das House of Pharma & Healthcare an der Goethe-Universität Frankfurt zusammen mit der Deutschen Pharmazeutischen Gesellschaft zu einen Experten-Treffen eingeladen, um Eckpunkte für eine rationale Pharmakotherapie mit Cannabisprodukten herauszuarbeiten. Die Expertenrunde kam einvernehmlich zu dem Schluss, dass angesichts der potenziellen, beispielsweise standort- oder saisonabhängigen Schwankungen im Gehalt der relevanten Inhaltsstoffe eine Pharmakotherapie mit der Arzneidroge nicht optimal ist. Eine Behandlung mit eindeutig definierten und standardisierten pharmazeutischen Zubereitungen (z. B. zur oralen Anwendung) sei im Hinblick auf die Therapiesicherheit vorzuziehen. Die Experten sprechen sich deshalb in einem Statement dafür aus, in Zusammenarbeit mit den Zulassungsbehörden konzertierte Anstrengungen zu unternehmen, um möglichst zeitnah den betroffenen Patienten Cannabis-Fertigarzneimittel für alle wesentlichen Indikationen zur Verfügung zu stellen.
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