CAR-T-Zellen: Kontrolle der Zellaktivität mit Venetoclax4. März 2026 Schematische Darstellung eines DROP-CAR. Copyright: Leo Scheller; Quelle: Leibniz-Institut für Immuntherapie CAR-T-Zellen greifen manchmal gesundes Gewebe an und verursachen Nebenwirkungen. Ein internationales Forscherteam hat nun ein System entwickelt, um die Bindung von T-Zellen an andere Zellen durch ein zugelassenes Medikament zu kontrollieren. Forschende am Leibniz Institut für Immuntherapie (LIT), an der Ecole polytechnique fédérale Lausanne (EPFL), der ETH Zürich und der Universität Lausanne haben ein System entwickelt, das CAR-T-Zelltherapien sicherer und besser steuerbar machen soll. In „Nature Chemical Biology“ veröffentlicht, stellt die neue Forschungsarbeit DROP-CAR-Systeme (Drug Regulated Off switch PPI CAR) vor, mit denen sich die Aktivität von CAR-T-Zellen über Venetoclax kontrollieren lässt. Diese Technologie kann die therapeutische Funktion von CAR-T-Zellen präzise modulieren, falls Nebenwirkungen auftreten. „Die CAR-T-Zelltherapie hat die Behandlung von bestimmten Blutkrebserkrankungen revolutioniert, aber der Fortschritt bei vielen anderen Tumoren wird durch Sicherheitsbedenken gebremst”, erklärt Dr. Leo Scheller, Erstautor und Leiter der Forschungsgruppe Strukturbiochemie am LIT. „Neue Werkzeuge wie der DROP-CAR sind ein Schritt hin zu neuen Behandlungsformen, die andernfalls zu riskant sein könnten.” Kontrolle durch Protein-Protein-Interaktionen Ein CAR besteht aus einem äußeren Teil, der aus der T-Zelle herausragt und Krebszellen erkennt und einem intrazellulären Teil, der daraufhin Signale an das Innere der T-Zelle weitergibt, um die Krebszelle abzutöten. Allerdings werden manchmal gesunde Zellen fälschlicherweise vom selben Mechanismus angegriffen. Beim DROP-CAR werden diese beiden Rezeptorbestandteile in zwei getrennte Komponenten aufgespalten. Durch Zugabe des Medikaments Venetoclax löst sich der äußere Teil ab, sodass T-Zellen von vornherein nicht mehr an andere Zellen binden können. Diese Methode wird voraussichtlich die Sicherheit von möglichen neuen CAR-T-Zelltherapien erhöhen. Mehr zur Forschung am Leibniz-Institut für Immuntherapie: https://biermann-medizin.de/bakterielles-stoffwechselprodukt-staerkt-koerper-nach-krebstherapie/
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