CAU-Krebsforschungsnetzwerk zeichnet wissenschaftlichen Nachwuchs aus22. November 2022 Die Preisträgerinnen des KON Young Investigator-Awards 2022 Kristina Müller und Carina Lynn Gehlert (Mitte links und rechts) gemeinsam mit den Koordinatorinnen und Koordinatoren des KON, Prof. Dirk Bauerschlag, Prof. Susanne Sebens (links) und Prof. Christoph Röcken und Prof. Anne Letsch (rechts). Foto: © Christian Urban, Uni Kiel Symposium zu Ehren der Preisträgerinnen des KON Young Investigator-Awards und Absolventinnen und Absolventen des Kieler Zertifikatsstudiengangs Onkologie. Am vergangenen Freitag, 18. November, veranstaltete das Kiel Oncology Network (KON) an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) ein wissenschaftliches Symposium speziell für die Nachwuchswissenschaftler in der Kieler Krebsforschung: Dabei zeichnete der Zusammenschluss der Onkologie-Forschenden an der CAU die besten jungen Forschenden des vergangenen Jahres mit den KON Young Investigator-Awards aus, jeweils in den Kategorien medizinische und naturwissenschaftliche Forschung. Preisträgerin im medizinischen Bereich ist Kristina Müller aus der Arbeitsgruppe Translationale ALL-Forschung an der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin I am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH), die Prof. Denis Schewe bis 2021 am Campus Kiel leitete. Sie erhält den Preis für ihre präklinische Forschungsarbeit zur Antikörpertherapie bei Akuter lymphoblastischer Leukämie im Kindesalter. Carina Lynn Gehlert aus der Arbeitsgruppe “Antikörperbasierte Immuntherapien” von Prof. Matthias Peipp an der Klinik für Innere Medizin II, Hämatologie und Onkologie, am UKSH in Kiel wurde für ihre Arbeiten im naturwissenschaftlichen Bereich geehrt. Sie erhielt die Auszeichnung für ihre Forschung zur Optimierung von Antikörpern zur Steigerung der zytotoxischen Aktivität von Lymphozyten in der Krebsimmuntherapie. Zudem konnten im Rahmen der Veranstaltung die Absolventen des Zertifikatsstudiengangs Onkologie die Ergebnisse ihrer Doktorarbeiten vorstellen und ihre Abschlussurkunden entgegennehmen. Damit haben sie das in Norddeutschland einzigartige Zusatzstudium für angehende Krebsmediziner an der CAU erfolgreich absolviert.KON Young Investigator-AwardsDas KON prämiert mit den Young Investigator-Awards Nachwuchswissenschaftler in der Krebsforschung an der CAU und dem UKSH, die sich bereits früh in ihrer Laufbahn mit außergewöhnlichen Leistungen ausgezeichnet haben. Die mit je 1000 Euro dotierten Preise werden an Forschende zum Ende oder kurz nach ihrer Promotionsphase vergeben. Wichtiges Kriterium für die Auszeichnungen ist neben der wissenschaftlichen Exzellenz, dass die Forschungsarbeiten ein onkologisches Thema verfolgen und in einem interdisziplinären Bezug zum Kiel Oncology Network unter dem Dach des CAU-Forschungsschwerpunkt Kiel Life Science (KLS) stehen. Insgesamt streben die Initiatoren mit den Förderpreisen an, die Aus- und Weiterbildungsprogramme in der Kieler Onkologie kontinuierlich zu erweitern und zu verbessern und den Kieler Wissenschaftsstandort damit für talentierte junge Forschende attraktiv zu machen.Zertifikatsstudiengang Onkologie Die diesjährigen Absolventinnen und Absolventen des Zertifikatstudiengangs Onkologie an der Medizinischen Fakultät der CAU mit ihren Betreuerinnen und Betreuern: Jakob Kohler, Prof. Dirk Bauerschlag, Anne Hoffmann, Prof. Susanne Sebens, Prof. Christoph Röcken, Jan Dittrich, Prof. Anne Letsch (von links nach rechts, nicht im Bild: Sami Issa Reema). Foto: © Christian Urban, Uni Kiel Studierende der Humanmedizin können an der CAU mit dem Zertifikatsstudiengang Onkologie eine studienbegleitende Zusatzqualifikation in der Krebsmedizin erlangen. Die angehenden Ärzte erwerben darin bereits während des Studiums und damit weit vor der Facharztausbildung profundes und fächerübergreifendes Wissen in der Onkologie. Ziel der von der Medizinischen Fakultät der CAU und dem KON ins Leben gerufenen Zusatzausbildung ist es, die Studierenden schon früh im wissenschaftlichen Arbeiten auszubilden, auf die Behandlung von Krebserkrankungen und den Umgang mit Betroffenen vorzubereiten. Im Rahmen des Nachwuchsforschenden-Symposiums überreichten Prof. Susanne Sebens, wissenschaftliche Leiterin des Zertifikatsstudiengangs und Sprecherin des KON, sowie Prof. Dirk Bauerschlag, klinischer Leiter des Zertifikatsstudiengangs, den diesjährigen Absolventinnen und Absolventen, Anne Hoffmann, Jakob Kohler, Sami Issa Reema und Jan Dittrich, ihre Zertifikate.Umfassende Förderung der Nachwuchsforschenden in der OnkologieDie Förderpreise und Möglichkeiten zur Zusatzqualifikation zeigen, dass im KON ein wichtiger Schwerpunkt in der gezielten Unterstützung und Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses liegt. „Im Namen des Koordinationsteams unseres Netzwerks gratuliere ich den diesjährigen Preisträgerinnen des Young Investigator Awards, ebenso wie den Absolventinnen und Absolventen unseres Zertifikatsstudiengangs ganz herzlich“, betont Sebens, Direktorin des CAU-Instituts für Experimentelle Tumorforschung. „Unsere verschiedenen Angebote der Nachwuchsförderung setzen auf unterschiedlichen Karrierestufen in der medizinischen Ausbildung an und dienen dem gleichen Ziel: Wir möchten in Kiel ein stimulierendes Umfeld für junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler schaffen, um ihnen eine erfolgreiche Karriere in der Krebsmedizin und -forschung zu ermöglichen“, fasst Sebens zusammen.Über das Kiel Oncology Network (KON) Das Kieler Krebsforschungsnetzwerk wurde 2013 als Bestandteil des CAU-Forschungsschwerpunkts Kiel Life Science mit dem Ziel gegründet, die Forschungsaktivitäten möglichst vieler auf die Grundlagen sowie klinisch ausgerichteter Forschenden auf dem Gebiet der Onkologie zu vereinen und deren Zusammenarbeit zu fördern. Das KON umfasst damit ein breites Spektrum von langjährigen und exzellenten Expertisen im Bereich der Onkologie, u.a. Tumorbiologie, Genetik und Epigenetik, Immunologie, Pharmakologie, Pathologie, Strukturbiologie sowie modernste Bildgebungsverfahren. Die Vision des KON ist es, unter Nutzung von umfassenden und multidisziplinären Analysestrategien ein deutlich verbessertes Verständnis über alle wichtigen Schritte der Tumorevolution sowie Resistenzmechanismen gegenüber Krebstherapien zu erhalten. Dieses Wissen stellt die Grundlage für die Entwicklung innovativer Diagnose- und Therapiestrategien dar, um die Prognose und die Überlebenschancen von Krebspatienten entscheidend zu verbessern.
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