Checkliste unterstützt Versorgung von Patienten nach Schlaganfall

Arzt mit Liste
© rogerphoto – fotolia.com

Langzeitbedürfnisse von Schlaganfallüberlebenden werden häufig nicht ausreichend berücksichtigt. Viele Patienten sind mit der Versorgung nach der Entlassung aus dem Krankenhaus unzufrieden. Mithilfe einer Checkliste können nach einem Schlaganfall leichter Probleme identifiziert und unterstützende Maßnahmen für die Patienten eingeleitet werden. Zu diesem Ergebnis kommt eine Arbeitsgruppe aus Birmingham, die den Einsatz und die Akzeptanz einer solchen Checkliste im Praxiseinsatz testete.

Hierzu bildete die Arbeitsgruppe fünf Fokusgruppen; drei mit Gesundheitsdienstleistern und zwei mit Schlaganfallüberlebenden/Pflegekräften. Die Fokusgruppen diskutierten über die mögliche Akzeptanz einer Checkliste und den Inhalt einer bereits bestehenden Checkliste.

Die Fokusgruppen identifizierten einige Aspekte, die in der ursprünglichen Checkliste fehlten: Rückkehr zur Arbeit, Müdigkeit, Partnerschaft und soziale Aktivitäten. Anschließend wurde die modifizierte Checkliste in einer Allgemeinarztpraxis im Osten Englands bei 13 Patienten nach Schlaganfall eingesetzt.

Die qualitativen Daten ergaben, dass das Konzept einer Checkliste zur Standardisierung und zur Vermeidung von Problemen bei Patienten nach einem Schlaganfall als wertvoll angesehen wurde.

Fazit
Die modifizierte Checkliste nach dem Schlaganfall ist ein pragmatischer und praktikabler Ansatz, um Probleme nach dem Schlaganfall zu identifizieren und die Überweisung an geeignete Unterstützungsdienste zu erleichtern, so das Fazit der Studienautoren. (isch)

Autoren: Turner GM et al.
Korrespondenz: Institute for Applied Health Research, University of Birmingham, Birmingham, Edgbaston, B15 2TT, UK
Studie: Using a checklist to facilitate management of long-term care needs after stroke: insights from focus groups and a feasibility study
Quelle: BMC Family Practice 2019;20:2 (epub 4.1.2019)
Web: https://doi.org/10.1186/s12875-018-0894-3