Chronische Nierenkrankheit: Körperliche Betätigung kann Dialyseeffizienz steigern und Restnierenfunktion erhalten16. April 2026 Foto: © new-africa/stock.adobe.com Bei Patienten mit chronischer Nierenkrankheit (CKD) können körperliche Übungen dazu beitragen, die Dialyseeffizienz zu steigern und die Restnierenfunktion zu erhalten. So eine aktuelle Forschungsarbeit (systematisches Review und Metaanalyse) aus China. Körperliche Bewegung hat sich als vorteilhaft für CKD-Patienten erwiesen, erklären die Autoren. Allerdings fehle eine umfassende Zusammenfassung der bestehenden Literatur, insbesondere der Ergebnisse randomisierter kontrollierter Studien. Vor diesem Hintergrund führte ein Forscherteam um Erstautorin Yanqin Chen eine systematische Übersichtsarbeit mit Metaanalyse durch, um den Nutzen körperlicher Bewegung bei CKD zu bewerten. Die Forschungsarbeit wurde in der Fachzeitschrift „Renal Failure“ veröffentlicht. Günstige Effekte vor allem für dialysepflichtige Patienten Das Verzerrungsrisiko wurde anhand der Cochrane-Kriterien beurteilt. Relative Risiken mit 95%-Konfidenzintervallen (KI) für kategoriale Variablen sowie gewichtete oder standardisierte Mittelwertdifferenzen mit 95%-KI für kontinuierliche Variablen wurden mittels eines Random-Effects-Modells gepoolt. Eine Publikationsverzerrung wurde mittels Funnel-Plot-Analyse und Egger-Test untersucht. Schließlich wurden 82 Studien in die Metaanalyse einbezogen. Die Wissenschaftler unterteilten in Gesamtmortalität, kardiovaskuläre, pulmonale und renale Endpunkte, Entzündungsparameter, Laborwerte und körperliche Parameter. Die Ergebnisse zeigen, dass körperliche Übungen die Gesamtmortalität signifikant senken können, insbesondere bei dialysepflichtigen Patienten. Die kardiovaskuläre Funktion (gemessen anhand des 6-Minuten-Gehtests und des Blutdrucks) sowie die Lungenfunktion (gemessen anhand der maximalen Sauerstoffaufnahme, des forcierten Ausatemvolumens in einer Sekunde und der forcierten Vitalkapazität) verbesserten sich nach den körperlichen Übungen. Körperliche Übungen trugen dazu bei, die Dialyseeffizienz zu steigern und die Restnierenfunktion zu erhalten. Die Werte für C-reaktives Protein und Interleukin-6 sanken, während die Hämoglobin- und Albumin-Werte durch die körperlichen Übungen anstiegen. Die Fettmasse verringerte sich nach körperlichen Trainingsinterventionen bei Patienten ohne Dialysepflicht. Vorteile unabhängig von Art und Ort des Trainings Die Forscher schlussfolgerten, dass körperliche Bewegung für Patienten mit chronischer Nierenerkrankung unabhängig von Art und Ort des Trainings vorteilhaft ist. (ri/BIERMANN) Das könnte Sie auch interessieren: Chronische Nierenkrankheit: Unausgewogenes Darmmikrobiom kann den Krankheitsverlauf verschlimmern Hämodialyse: Geringer Alkoholkonsum nicht mit Gesamtmortalität assoziiert
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