Chronische Rhinosinusitis im Kindesalter: Epidemiologie und Arztvisiten11. Dezember 2018 Foto: © Markus Wegmann – Fotolia.com Chronische Rhinosinusitis im Kindesalter wirkt sich beträchtlich auf das Leben der betroffenen Kinder aus. Eine US-amerikanische Studie liefert aktuelle Zahlen zu Epidemiologie und Anzahl der Arztbesuche. Die pädiatrische chronische Rhinosinusitis birgt beträchtliche Auswirkungen auf das Leben der betroffenen Patienten sowie das Gesundheitssystem, jedoch bedarf die Epidemiologie dieser Erkrankung weitgehender Erläuterungen. Ziel einer aktuellen Studie US-amerikanischer Autoren war zum einen die Feststellung der mit der Krankheit verbundenen Arztkonsultationen, zum anderen die Feststellung der Frequenz der Konsultationen im Vergleich zu ähnlichen Krankheitsbildern während der Kindheit. Die Autoren bedienten sich hierfür der Daten aus Datenbanken für nationale Erhebungen und beschränkten sich in der Analyse auf Visiten der ambulanten Versorgung in den Vereinigten Staaten der Jahre 2005–2012. Demnach sorgt die chronische Rhinosinusitis bei Patienten zwischen 0 und 20 Jahren für durchschnittlich 5,6 Millionen Arztkonsultationen pro Jahr (3,7–7,5 Mio.). Kinder Altersgruppen von 5–10 Jahren und von 10–15 Jahren waren besonders betroffen (P < 0,001). Bezogen auf alle Konsultationen wurde chronische Rhinosinusitis in 2,1 % (95 %-Konfidenz- intervall 1,9 –2,4), akute Rhinosinusitis in 0,6 % (95 %-Konfidenzintervall 0,5–0,7), allergische Rhinitis in 2,6 % (95 %-Konfidenzintervall 2,3–2,8), Infektionen der oberen Atemwege in 8,0 % (95 %-Konfidenzintervall 7,5–8,4) sowie Mittelohrentzündung in 6,7 % (95 %-Konfidenzintervall 6,5–7,1) der Fälle diagnostiziert. Die durch chronische Rhinosinusitis bedingten Visiten waren signifikant häufiger als die bei akuter Rhinosinusitis (relatives Risiko 3,40; 95 %-Konfidenzintervall 2,70–4,10; P < 0,0001). Unter den 15- bis 20-jährigen wurde chronische Rhinosinusitis 2,18-mal häufiger diagnostiziert als Mittelohrentzündung. Der chronischen Rhinosinusitis sind somit mehr Arztbesuche geschuldet als durch akute Rhinosinusitis; die Anzahl der Konsultationen entspricht in etwa der bei allergischer Rhinitis. (am)
Mehr erfahren zu: "Otitis media: Mitochondriales Enzym schützt Eustachische Röhre Entzündungs-Schäden" Otitis media: Mitochondriales Enzym schützt Eustachische Röhre Entzündungs-Schäden Ein Mangel am mitochondrialen SIRT3 verstärkt die Dysfunktion der Eustachischen Röhre im Mausmodell. Die Ergebnisse einer aktuellen Studie könnten erklären, warum manche Patienten stärker zu chronischer Mittelohrentzündung neigen als andere.
Mehr erfahren zu: "Antikörpertherapien: Genetische Varianten können sie unwirksam machen" Antikörpertherapien: Genetische Varianten können sie unwirksam machen Schweizer Forscher berichten in einer aktuellen Arbeit, dass bereits aufgrund minimaler genetischer Abweichungen bestimmte antikörperbasierte Therapien bei manchen Patienten nicht wirken können.
Mehr erfahren zu: "Frühe Antibiotikagabe kann das Immunsystem dauerhaft schwächen" Frühe Antibiotikagabe kann das Immunsystem dauerhaft schwächen Während einer sensiblen Phase in der frühen Kindheit legt das Darmmikrobiom den Grundstein für ein funktionierendes Immunsystem. Werden in dieser Phase Antibiotika verabreicht, kann sich dies bis ins Erwachsenenalter negativ […]