Chronische Schmerzen: Erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen5. November 2025 © di_media – stock.adobe.com (Symbolbild) Chronische Schmerzen sind mit einem erhöhten Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen (KHK) assoziiert, während abnehmende oder schwankende Schmerzen keine signifikante Korrelation zeigen. Frühere Studien haben gezeigt, dass chronische Schmerzen mit einem erhöhten Risiko für KHK assoziiert sind. Es gibt jedoch keine klinischen Untersuchungen, die den Zusammenhang zwischen chronischen Schmerzen und KHK überprüfen. Nun wurden die gepoolten Daten aus zwei prospektiven Kohorten, der Health Retirement Study (HRS) und der English Longitudinal Study of Ageing (ELSA) in eine Studie aus China einbezogen. Auf der Grundlage eines achtjährigen Follow-ups ermittelten die Autoren fünf chronische Schmerzverläufe. Zur Bewertung der Korrelation zwischen verschiedenen chronischen Schmerzverläufen und KHK verwendeten sie Cox-Proportional-Hazard-Modelle. Insgesamt nahmen die Studienärzte 19.234 Teilnehmer in die Analyse auf und beobachteten sie über einen Zeitraum von zehn Jahren hinweg. Im Vergleich zu einem Verlauf ohne Schmerzen (Referenz) waren sowohl der Verlauf mit zunehmenden Schmerzen (Hazard Ratio [HR] 1,41; 95%-Konfidenzintervall [KI] 1,24–1,61) als auch der Verlauf mit konstanten Schmerzen (HR 1,27; 95%-KI 1,14–1,43) signifikant mit einem erhöhten Risiko für KHK assoziiert. Umgekehrt korrelierten sich verringernde Schmerzen (HR 1,04; 95%-KI 0,90–1,21) und flukturierende Schmerzen (HR 1,02; 95%-KI 0,95–1,10) nicht signifikant mit KHK. Kein signifikanter Zusammenhang konnte zwischen chronischen Schmerzen und dem Schlaganfallrisiko beobachtet werden. Es ergaben sich Hinweise darauf, dass sowohl zunehmende als auch konstante Schmerzverläufe signifikant mit einem erhöhten Risiko für KHK assoziiert sind. Im Gegensatz dazu korrelieren aber abnehmende Schmerzverläufe nicht mit dem jeweiligen kardiovaskulären Risiko. Daher sei es nach Ansicht der Studienautoren gerechtfertigt, zukünftig chronische Schmerzmuster in eine generelle Bewertung des kardiovaskulären Risikos einzubeziehen, um die Präventions- und Behandlungsstrategien zu personalisieren und zu verbessern. (bi)
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