Chun neuer Klinikdirektor in Frankfurt14. November 2017 Felix K.-H. Chun, Direktor der Klinik für Urologie am Universitätsklinikum Frankfurt. Foto: Universitätsklinikum Frankfurt Seit 1. November ist Prof. Felix K.-H. Chun Direktor der Klinik für Urologie am Universitätsklinikum Frankfurt. Er will das Fachgebiet an diesem Standort auf wichtigen medizinischen Feldern weiter voranbringen. Chun hat in diesem Monat die Leitung der Klinik für Urologie übernommen und eine Reihe weiterer Experten in sein Team am Universitätsklinikum Frankfurt geholt. Der erfahrene Operateur kommt vom Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf aus der Klinik für Urologie und der Martini-Klinik. Chun war an der Klinik für Urologie Geschäftsführender Oberarzt und leitete die Sektion für minimalinvasive Chirurgie. Er hat sowohl in der uro-onkologischen, der BPH-Laserchirurgie als auch in der rekonstruktiven Urologie exzellente Referenzen. An der Martini-Klinik war er als Faculty-Mitglied tätig. Neue operative Schwerpunkte Chun will am Universitätsklinikum Frankfurt eine urologische Chirurgie etablieren, die höchste Qualitätsstandards erfüllt und einer großen Zahl von Patienten helfen kann. „Qualität wird bei Beachtung einer evidenzbasierten Medizin mit ganzheitlicher Ausrichtung vor allem durch standardisierte Abläufe und eine langfristige Perfektionierung mittels vielfältiger kleinster Stellschrauben erzielt. Daran wollen mein Team und ich akribisch arbeiten, um unseren Patienten nachhaltig die besten Behandlungsergebnisse zu ermöglichen“, so Chun. Großen Wert legt er auf die Komplikationsprävention bei urologischen Operationen. Dazu zählen die Vermeidung von Komplikationen bei relevanten Eingriffen, eine sorgfältige präoperative Befunderhebung und eine optimale intra- und postoperative Patientenversorgung. Ebenso sei die Erwartungshaltung der Patienten vor operativen Eingriffen klar zu definieren, durch eine umfassende Aufklärung der Patienten und das Vermitteln von klaren Prognosen, ist Chun überzeugt. Der neue Chefarzt möchte drei Schwerpunkte in der Urologie des Universitätsklinikums besonders weiterentwickeln: Bei der radikalen Prostatektomie will Chun ein nervenschonendes Operationsverfahren einführen und weiterentwickeln, an dem er selbst intensiv geforscht hat. Einsatz eines Holmium-Lasers der jüngsten Generation für die Holmium-Laser-Enukleation der Prostata (HoLEP) und die Nierensteintherapie offen chirurgische Therapie von Harnröhrenstrikturen unter Verwendung von Mundschleimhautgewebe Internationale Karriere Chun nahm, nach Abschluss seines Medizinstudiums an der Albert-Ludwigs-Universität in Freiburg, 2001 seine klinische Tätigkeit in der Urologie des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf auf. Nach Stationen unter anderem an der Universität von Montreal habilitierte er sich 2009 zur verbesserten Früherkennung des Prostatakarzinoms und wurde 2014 zum außerplanmäßigen Professor im Fach Urologie der Universität Hamburg berufen. Dort war er seit 2008 in oberärztlicher Funktion tätig und leitete seit 2009 die Sektion für minimalinvasive Chirurgie. 2014 übernahm er die Position des Geschäftsführenden Oberarztes und durchlief eine anderthalbjährige klinische Rotation als ‚Faculty-Mitglied’ an der Martini-Klinik, dem weltweit größten Prostatakrebszentrum. Zum 1. November nun nahm er mit dem Ruf nach Frankfurt seine erste Position als Klinikdirektor und berufener Professor für Urologie der Goethe-Universität Frankfurt an. Der neue Frankfurter Chefarzt besitzt neben der deutschen auch die europäische Facharztanerkennung sowie einen Mastertitel der Gesundheitswissenschaften. Er ist Mitglied der S2K-Leitlinienkommission zum perioperativen Patientenmanagement sowie Mitglied der Young Academic Urology Blasenkrebsgruppe der Europäischen Gesellschaft für Urologie. Seine mehr als 200 in Fachpublikationen gelisteten Arbeiten wurden mit zahlreichen wissenschaftlichen Preisen ausgezeichnet. (Universitätsklinikum Frankfurt / ms)
Mehr erfahren zu: "Kinderwunschbehandlung in Thüringen: Sozialministerium informiert über finanzielle Unterstützung" Kinderwunschbehandlung in Thüringen: Sozialministerium informiert über finanzielle Unterstützung Wenn der Kinderwunsch groß ist, sich aber nicht erfüllt, kann in manchen Fällen nachgeholfen werden. Wie Thüringer Paare dafür einen Zuschuss bekommen können und warum der Staat das überhaupt macht.
Mehr erfahren zu: "Immunantwort nach Organtransplantationen: Forschungskooperation will extrakorporale Photopherese weiterentwickeln" Immunantwort nach Organtransplantationen: Forschungskooperation will extrakorporale Photopherese weiterentwickeln Die Medizinische Universität Wien (Österreich) und das Unternehmen Therakos haben eine langfristige Forschungspartnerschaft zur Weiterentwicklung der extrakorporalen Photopherese (ECP) bei der Transplantation solider Organe gestartet.
Mehr erfahren zu: "Transplantationsmediziner zur Widerspruchslösung: Ist es ethisch, eine Versorgungslücke offen zu lassen?" Transplantationsmediziner zur Widerspruchslösung: Ist es ethisch, eine Versorgungslücke offen zu lassen? Angesichts leicht gestiegener Organspendezahlen betont die Deutsche Transplantationsgesellschaft (DTG) den weiterhin ungedeckten Bedarf an transplantablen Organen für schwer kranke Menschen. „Warum tun wir uns in Deutschland so schwer mit der […]