COPD als Risikofaktor für Suizid2. Juli 2019 © wrukolakas – fotolia.com Patienten mit chronisch-obstruktiver Lungenerkrankung (COPD) sind häufig in ihren täglichen Aktivitäten eingeschränkt und weisen hohe Depressionsraten sowie eine geringe Lebensqualität auf, was sie zu einer Patientengruppe mit erhöhtem Suizidrisiko mache, schreiben die Autoren einer aktuellen Arbeit zum Hintergrund ihrer Studie. Eine Durchsicht verschiedener Literaturdatenbanken sowie der „grauen Literatur“ und einer händischen Suche nach Daten in den Referenzen der für eine Analyse infrage kommenden Untersuchungen führte zu 4762 Ergebnissen. Davon entsprachen jedoch nur 7 Arbeiten den Einschlusskriterien und wurden letztendlich in die qualitative Bewertung einbezogen. Die ausgewählten Studien waren im Zeitraum 2002–2015 veröffentlicht worden, wie die Studienautoren kürzlich in der Zeitschrift „Respiratory Medicine“ berichteten. Die Gesamtstichprobe, die die Wissenschaftler untersuchten umfasste 1390 Fälle von Suizid unter COPD-Patienten. Die Metaanalyse, die auf 5 geeigneten Fall-Kontroll-Studien basierte, ergab, dass Menschen mit COPD in der Vorgeschichte mit höherer Wahrscheinlichkeit einen Suizid begehen (Odds Ratio 1,90; 95%-Konfidenzintervall 1,27–2,48; p=0,002). Fazit COPD-Patienten begehen 1,9-mal häufiger Selbstmord als Menschen ohne COPD. (ac) Autoren: Sampaio MS et al. Korrespondenz: Luiz R. Paranhos, Federal University of Uberlândia, Brasilien; [email protected] Studie: Chronic obstructive pulmonary disease as a risk factor for suicide: A systematic review and meta-analysis Quelle: Respir Med 2019;151:11–18. Web: https://doi.org/10.1016/j.rmed.2019.03.018