COPD-Exazerbationen: Metabolitenspiegel im Serum lässt Rückschlüsse auf deren Auftreten zu2. August 2023 Foto: © angellodeco/stock.adobe.com Eine Arbeitsgruppe aus China hat untersucht, inwieweit sich anhand von Stoffwechselprodukten im Serum bei Patienten mit Chronisch-obstruktiver Lungenerkrankung (CODP) akute Exazerbationen (AECOPD) vorhersagen lassen. Der in ihrer Studie erstellte Metaboliten-Score, der auf einer gewichteten Summe der Konzentrationen von 4 Stoffwechselprodukten im Serum basiert, ließ Assoziation mit einem erhöhten Risiko für die Entwicklung von AECOPD erkennen. Die Forschenden erhoffen sich davon auch neue Erkenntnisse für das Verständnis der COPD-Entwicklung. Die Wissenschaftler hatten festgestellt, dass die Serumspiegel für Lysin, Glutamin, 3-Hydroxybutyrat, Pyruvat und Glutamat bei Patienten mit einer AECOPD im Vergleich zu nach einer Normalisierung stabilen COPD-Patienten signifikant höher ausfielen. Als Grundlage dienten gesunde Kontrollpersonen. Die Werte für 1-Methylhistidin, Isoleucin, Cholin, Valin, Alanin, Histidin und Leucin hingegen erwiesen sich bei AECOPD-Patienten im Vergleich als signifikant niedriger. Darüber hinaus waren im Serum von AECOPD-Patienten im Vergleich zur stabilen COPD-Population 8 Stoffwechselwege signifikant verändert (p<0,05), wie die Autoren berichten: Dies betraf den Purinstoffwechsel, den Glutamin- und Glutamatstoffwechsel, die Argininbiosynthese, den Butyratstoffwechsel, Ketonkörpersynthese und -abbau sowie den Linolsäurestoffwechsel. Darüber hinaus, so berichten die Forschenden weiter, habe die Korrelationsanalyse zwischen Metaboliten und AECOPD-Patienten ergeben, dass ein M-Score basierend auf einer gewichteten Summe der Konzentrationen von 4 Metaboliten (Pyruvat, Isoleucin, 1-Methylhistidin und Glutamin) signifikant mit der akuten Verschlechterung der Lungenbelüftungsfunktion bei COPD assoziiert war. (ac)
Mehr erfahren zu: "Strahlenpneumonitis nach SBRT: Patientenselektion und Risikostratifizierung ließen sich optimieren" Weiterlesen nach Anmeldung Strahlenpneumonitis nach SBRT: Patientenselektion und Risikostratifizierung ließen sich optimieren Gibt es Faktoren, die darauf hindeuten, dass es nach einer stereotaktischen Strahlentherapie (SBRT) zu einer Strahlenpneumonitis kommt? Ein französisches Team bejaht dies.
Mehr erfahren zu: "Leitlinie zu Endosonographie bei Lungenkrebs: Vorzug vor Mediastinoskopie" Weiterlesen nach Anmeldung Leitlinie zu Endosonographie bei Lungenkrebs: Vorzug vor Mediastinoskopie Die endobronchiale und ösophageale Endosonographie bietet präzise und minimalinvasive Untersuchungsmethoden zur Diagnose und Stadieneinteilung von Lungenkrebs. Auf diese Aussage hat sich ein gemeinsames Leitlinienkomitee dreier europäischer Fachgesellschaften geeinigt.
Mehr erfahren zu: "Hohes Malignitätsrisiko: Nach erstem Screening neu auftretende Lungenrundherde" Weiterlesen nach Anmeldung Hohes Malignitätsrisiko: Nach erstem Screening neu auftretende Lungenrundherde Offenbar sind neu aufgetretene sowie wachsende Lungenrundherde, die bei Follow-up-Untersuchungen im Rahmen eines Lungenkrebs-Screenings entdeckt beziehungsweise weiter beobachtet werden, stark mit einem erhöhten Malignitätsrisiko verbunden.