COPD: Lungenrehabilitation bringt relevanten Nutzen für die Psyche mit sich11. September 2019 Foto: © Racle Fotodesign/Adobe Stock Dass eine PR die körperliche Leistungsfähigkeit und die Lebensqualität von COPD-Patienten verbessert, ist bekannt. Weniger wusste man aber bislang über die Auswirkungen, die eine solche Maßnahme auf Angstzustände und Depressionssymptome der Betroffenen besitzt. Existierende Daten, so schreiben die Autoren einer aktuellen Studie, ließen sich aufgrund der Unterschiedlichkeit der Interventionen und Vergleichsparameter nur schwer auf eine klinische PR übertragen. Die Wissenschaftler stellten nun in einer Metaanalyse randomisierter, kontrollierter Studien fest, dass eine PR für die Patienten signifikante, klinisch relevante Vorteile in Bezug auf bestehende Angstzustände und Depressionssymptome bietet. Gegenstand der Analyse waren Untersuchungen, in denen die PR (≥4 Wochen Dauer) mit der üblichen Versorgung verglichen wurde. Sie umfasste Arbeiten, die bis Februar 2018 in 4 elektronischen Datenbanken veröffentlicht worden waren. Die Daten wurden von 2 Wissenschaftlern unter Verwendung standardisierter Vorlagen extrahiert. Die Studienqualität bewerteten die Forscher anhand der PEDro-Skala und die Evidenz gemäß dem Grading of Recommendations Assessment, Development and Evaluation. Die Daten wurden mithilfe der Anwendung RevMan 5.3 analysiert und die geschätzten Pooleffekte als standardisierte mittlere Differenzen (SMD) angegeben. Der Effekt der Dauer der Rehabilitationsprogramme (≤8 vs. >8 Wochen) wurde mittels Subgruppenanalyse untersucht. Eingeschlossen in die Auswertung wurden schließlich 11 Studien mit 734 Teilnehmern (mittlerer PEDro-Score 4/10). Verglichen mit der Normalversorgung brachte eine PR signifikante Vorteile von mittlerem Ausmaß im Hinblick auf Angstsymptome mit sich (SMD -0,53; 95 %-KI -0,82 bis -0,23) sowie einen signifikanten Nutzen von hohem Ausmaß bezogen auf Depressionssymptome (SMD -0,70; 95 %-KI -0,87 bis -0,53). Die Evidenzsicherheit für jedes Outcome bewegte sich im mittleren Bereich. Die Effekte wurden nicht durch die Dauer der PR-Programme beeinflusst.
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