COPD und Herzinsuffizienz in der Hausarztpraxis

Hausarztpraxis
© Jürgen Fälchle – fotolia.com

Gemeinsame Risikofaktoren tragen dazu bei, dass die chronisch-obstruktive Lungen­erkrankung (COPD) und eine Herzinsuffizienz (HF) häufig gemeinsam auftreten. In einer aktuellen Studie wurde dies genauer untersucht.

Statistische Analysen hätten gezeigt, dass es zwischen den 3 genannten Patientengruppen signifikante Unterschiede hinsichtlich des Kontaktes mit Zigarettenrauch sowie der Prävalenz von Diabetes und Hypertonie gebe, so die Forscher. In Bezug auf durchgeführte diagnostische Maßnahmen ließ sich feststellen, dass bei 63,9 % der COPD-Patienten und 57,1 % derjenigen mit COPD und HF eine Spirometrie durchgeführt wurde und bei 95,4 % der HF-Patienten sowie bei 95,2 % derjenigen mit COPD und HF ein Elektrokardiogramm (EKG).

Mit einer Kombination aus inhalativen Corticosteroiden (ICS) und einem lang wirksamen Beta-2-Sympathomimetikum (LABA) wurden 47 % der COPD-Patienten behandelt, 22 % erhielten zusätzlich zur ICS/LABA-Kombination auch noch einen lang wirksamen Muskarin-Antagonisten (LAMA). In der Gruppe der Patienten mit COPD und HF wurden 47 % mit ICS/LABA behandelt und 32 % mit ICS/LABA plus LAMA. Die bei einer HF häufigste medikamentöse Therapie waren Diuretika mit 92,8 %, Beta-Blocker mit 68 %, Thrombo­zytenaggregationshemmer mit 55,6 % und ACE-Hemmer mit 38,1 %. In der Gruppe der Patienten mit COPD und HF kamen am häufigsten Diuretika mit 89,8 %, Thrombozytenaggrega­tionshemmer mit 57,1 % sowie ACE-Hemmer mit 44,9 % und Beta-Blocker mit 40,1 % zum Einsatz.

Autoren: Pirina P et al.
Korrespondenz: Pietro Pirina, Azienda Ospedaliero Universitaria, V.le San Pietro 43B, 07100 Sassari, Italien; [email protected]
Studie: Prevalence and management of COPD and heart failure comorbidity in the general practitioner setting
Quelle: Respir Med 2017;131:1–5.
Web: www.resmedjournal.com

respiratoryMedicine