COVID-19: Gastroenterologische Praxen haben auf Notfallversorgung umgestellt25. März 2020 Foto: © Gajus/Adobe Stock Auch die niedergelassenen Gastroenterologen zeigen sich für den Umgang mit der COVID-19-Pandemie gewappnet. Das betont der Berufsverband in einer aktuellen Stellungnahme. „Die niedergelassenen Fachärzte sind in der Lage, einzuspringen, wenn Kliniken im Zuge der Corona-Infektion überlastet werden“, erklärt der Vorsitzende des Berufsverbandes der niedergelassenen Gastroenterologen (bng), Dr. Albert Beyer. „Trotz aller erforderlichen Einschränkungen tun wir darüber hinaus selbstverständlich alles, um die Betreuung unserer Patienten aufrecht zu erhalten.“ Als fachärztlich spezialisierte Internisten mit breiter und auch intensivmedizinischer Ausbildung seien Gastroenterologen für den Umgang mit Infektionskrankheiten ausgebildet, so Beyer. Hohe Hygienestandards sorgten im Praxisalltag dafür, die Übertragung von Krankheitserregern zu verhindern. „Insofern sind wir gut aufgestellt, soweit es medizinisch erforderlich ist, Notfälle aber auch chronisch Erkrankte zu versorgen“, betont Beyer. „Das gilt insbesondere für unsere Patienten mit chronisch entzündlichen Darm- oder Lebererkrankungen sowie für unsere onkologischen Patienten – sie können sich auf uns verlassen. Vor allem ältere Mitmenschen sind besser in der ambulanten Versorgung als im Krankenhaus aufgehoben.“ Die Praxen hätten auf Notfallversorgung umgestellt und Schutzmaßnahmen für ihr Personal und ihre Patienten eingeführt, heißt es weiter in einer aktuellen Mitteilung. Patienten würden vorsortiert und ihrem Infektionsstatus entsprechend behandelt. Eine Entzerrung von Wartezeiten, die Einschränkung von Begleitpersonen und Abstands- und Verhaltensregeln für Patienten sorgten für die größtmögliche Sicherheit beim Besuch einer Praxis. Planbare Untersuchungen müssten verschoben werden. Zurzeit könnten nur unbedingt erforderliche Untersuchungen und Behandlungen durchgeführt werden. „In der schwierigen Situation müssen wir alle zusammenhalten“, unterstreicht Beyer. „Wo immer wir es können, werden wir Kliniken, deren Kapazitäten erschöpft sind, unterstützen und entlasten.“
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