CREB als Therapieansatz für das Synovialsarkom: Miriam Schulte erhält Maria-Möller-Promotionspreis15. Mai 2023 Dr. Gerd Möller, Vorsitzender der Maria-Möller-Stiftung, überreichte Dr. Miriam Schulte den onkologischen Promotionspreis der Medizinischen Fakultät (Foto: ©WWU/Erk Wibberg) Beim Synovialsarkom ist neben der chromosomalen Translokation auch der Zusammenhang zwischen dem Transkriptionsfaktor CREB und dem Tumorwachstum belegt. Inwieweit diese Erkenntnis für die Behandlung verwertet werden kann, war bislang unerforscht – bis sich Dr. Miriam Schulte, Doktorandin der Universität Münster, dieser Frage annahm. Ihre Entdeckung wurde nun mit dem mit 1000 Euro dotierten Promotionspreis der Maria-Möller-Stiftung ausgezeichnet. Was in die eine Richtung den Tumor wachsen lässt, könnte dieses Wachstum in die andere Richtung auch reduzieren – so Schultes Überlegung: Durch die Hemmung des Transkriptionsfaktors CREB gelang der 28-Jährigen der Nachweis, dass das Tumorwachstum erheblich reduziert werden kann. Eine gezielte Blockade von CREB könnte damit die Grundlage eines neuen Behandlungsansatzes darstellen. Bevor die mögliche pharmakologische Therapie von Synovialsarkomen in die klinische Forschung überführt werden kann, bedarf es noch weiterer präklinischer Studien. Nach Studium und Promotion an der Universität Münster entschied sich die gebürtige Essenerin noch einmal für ihre Wahlheimat: Seit rund zwei Jahren absolviert Schulte nun ihre Facharztausbildung in der münsterschen Universitätsmedizin – am Gerhard-Domagk-Institut für Pathologie, wo sie auch schon ihre Doktorarbeit schrieb. Unterstützt wurde die junge Medizinerin bei dieser unter anderem durch das fakultätseigene Promotionskolleg MedK. Die Maria-Möller-Stiftung wurde 2005 von dem Rechtsanwalt Dr. Gerd Möller im Andenken an seine an Brustkrebs verstorbene Frau gegründete. Die Einrichtung zeichnet in jedem Semester eine herausragende onkologische Dissertation aus der Medizinischen Fakultät der Universität Münster aus, um so die Krebsforschung zu fördern. Ausgewählt werden die Preisträgerinnen und -träger im Auftrag der Stiftung von einer Jury der Fakultät.
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