„Curly Horses“ für Pferdeallergiker: Weniger allergen sind sie nicht10. Mai 2019 © fotogestoeber – fotolia.com Curly Horses produzieren nicht weniger Allergene als andere Pferderassen. Zu diesem Ergebnis kam eine Studie, die dem Geheimnis der für Pferdeallergiker als „hypoallergen“ geltenden „Curlies“ auf den Grund gehen wollte. Für die Studie wurden Haarproben von 32 unterschiedlichen Pferderassen und insgesamt 224 Haarproben untersucht. „Bei den Curly Horses fanden wir im Vergleich zu anderen untersuchten Pferderassen sogar deutlich höhere Allergenkonzentrationen als bei den meisten anderen Pferderassen“ berichtet Prof. Monika Raulf, Mitglied des Vorstands der Deutschen Gesellschaft für Allergologie und klinische Immunologie (DGAKI). „Das Ergebnis unserer Studie ist umso erstaunlicher, als viele Reiter mit einer Pferdeallergie auf die wolligen Curlies schwören, weil sie beim Kontakt mit ihnen weniger oder keine Allergiesymptome haben“ erklärt Prof. Raulf, „ein Effekt, der in der Vergangenheit auch in einigen Studien nachgewiesen werden konnte“. Deutlich weniger Allergene produzierten die Pferderassen Tinker, Isländer und Shetland Ponies. Auch weibliche Tiere und kastrierte Hengste waren deutlich weniger „allergen“ als männliche, unkastrierte Tiere. Überraschend für die Forscher: Unabhängig von allen anderen Kriterien, fand man in Bezug auf die produzierte Allergenmenge der Pferde deutliche individuelle Unterschiede. „Offensichtlich gibt es Pferde mit hoher und mit niedriger Allergenproduktion“ folgert Prof. Raulf, „für pferdeallergische Reiter gilt es daher das Pferd zu finden, dessen Allergenproduktion für ihn tolerabel ist. Damit können wir auch betroffenen Tierärzten und tiermedizinischen Fachangestellten keinen Hinweis auf eine reduzierte Allergenexposition beim Umgang mit „Curly Horses“ geben“.
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