Damit Weihnachten nicht ins Auge geht: Beim Kauf von Geschenken auf Sicherheit achten8. Dezember 2021 Der BVA empfiehlt, beim Spielzeugkauf zu Weihnachten auch auf die Sicherheit zu achten, insbesondere bei Geschoss-Spielzeugen (Symbolbild). Foto: © Panumas – stock.adobe.com Der Berufsverband der Augenärzte Deutschlands e.V. (BVA) rät, beim Kauf von Weihnachtsgeschenken besonders auf die Sicherheit zu achten. Spielzeuge, mit denen sich Geschosse – ob Schaumstoffbälle, Pfeile mit Saugnapf oder anderes – verschießen lassen, würden oft unterschätzt, warnen die Augenärzte. Bei Unfällen könne es zu schwerwiegenden Augenverletzungen mit langfristigen Folgen für die Betroffenen kommen. “Ob Darts, ob Spielzeugpistole oder Blaster: Das Spektrum an Geschoss-Spielzeugen ist breit”, so der BVA. Die Projektile seien in der Regel aus Kunststoff und die Käufer gingen davon aus, dass damit kein Schaden angerichtet werden könne. Eine Untersuchung von Rechtsmedizinern des Universitäts-Klinikums Düsseldorf komme jedoch zu dem Schluss, dass die Gefahren für das Auge unterschätzt würden. Die verschiedenen auf dem Markt verfügbaren Modelle erreichten teilweise Energiedichten, die die Grenzwerte der Spielzeugrichtlinie überschreiten würden, laute das Fazit der Autoren, berichtet der Berufsverband. Besondere Risiken für die AugenDie Augen sind besonders empfindlich und können, wenn sie von einem Geschoss getroffen werden, schwer verletzt werden. “Auch wenn das Geschoss die Augenhülle nicht durchtrennt, kann es zu Blutungen kommen, zu Verletzungen der Linse oder der Netzhaut”, so der BVA: “Bleibende Sehbeeinträchtigungen können die Folge sein. Generell, aber besonders bei Kindern sollten solche das Sehvermögen bedrohende Verletzungen unbedingt vermieden werden.” Ratschläge der AugenärzteDer BVA nimmt diese Erkenntnisse zum Anlass, für den Kauf von Weihnachtsgeschenken einige Tipps zu veröffentlichen: – Spielzeuge mit scharfen, herausragenden Kanten oder Spielzeuge, mit denen Projektile verschossen werden können, sollten nicht verschenkt werden. – Potenziell gefährliches Spielzeug sollten Kinder nur unter Aufsicht benutzen. – Auch Laserpointer bergen Gefahren für das Auge. Sie gehören deshalb nicht in die Hände von Kindern und Jugendlichen. – Wenn Kinder Sportgeräte zu Weihnachten geschenkt bekommen, sollte man auch an den entsprechenden Augenschutz denken. – Sollte es im Spiel doch einmal zu einer Augenverletzung kommen, ist unverzüglich augenärztliche Hilfe zu suchen. Auch eine Augenverletzung, die zunächst harmlos erscheint, kann bedrohliche Langzeitfolgen haben und muss so schnell wie möglich fachärztlich untersucht und behandelt werden.
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