DANK fordert Werbeschranken ohne Kompromisse20. Dezember 2023 Foto: © 00luvicecream, Pixabay Salzige Snacks, Zuckerbomben, fettiges Fastfood und überzuckerte Getränke – für Kinder sind es leider alltägliche Verführungen, die durch Werbung zusätzlich angeheizt werden. Die Deutsche Allianz Nichtübertragbare Krankheiten (DANK) fordert die Umsetzung von Maßnahmen. Mediennutzende Kinder unter 14 Jahren sehen pro Tag im Schnitt 15 Werbespots für ungesunde Lebensmittel. Gerade vor Weihnachten steigt die Werbung für Süßwaren, der Kinder nur schwer entkommen können. Die DANK fordert daher entschieden, die geplanten Regelungen zum Kinderschutz in der Lebensmittelwerbung von Bundesernährungsminister Cem Özdemir gesetzlich zu verankern. Aktuell wird dies im Kanzleramt geprüft, jedoch könnten mögliche Kompromisse den Kinderschutz gefährden. Die Advents- und Weihnachtszeit ist die Zeit der Zuckerüberflutung. Im Fernsehen und auf Plakaten werden vermehrt Süßigkeiten in bunten und glitzernden Verpackungen beworben, und Kinder erliegen solchen Eindrücken umso mehr. „Diese intensive Zeit der Werbe-Exposition nehmen wir zum Anlass, die Ampelkoalition aufzufordern, die geplanten Regelungen zum Kinderschutz in der Lebensmittelwerbung endlich auch gesamtpolitisch zu einem erfolgreichen Ende zu bringen“, so Barbara Bitzer, Sprecherin des Wissenschaftsbündnisses DANK und Geschäftsführerin der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG). DANK begrüßt, dass der Gesetzesentwurf derzeit im Kanzleramt geprüft wird. „Zugunsten einer schnellen Lösung dürfen nicht zu viele Zugeständnisse gemacht werden. Sonst verliert der Gesetzentwurf sein Ziel, den Kinderschutz endlich zu stärken und wird aufgrund einer unzureichenden gesetzlichen Regelung schließlich wenig erfolgreich sein“, gibt Bitzer zu bedenken.Grund für diese Befürchtungen liefert auch die zögerliche Haltung innerhalb der SPD an diesem Projekt. „Das verwundert uns sehr, denn im Rahmen der Arbeit an der Nationalen Diabetes-Strategie im Jahr 2019 war die SPD eine der starken Stimmen für mehr Verhältnisprävention, die auch Werberegulierungen für Ungesundes als Teil einer umfassenden Ernährungspolitik bewertet hat“, so Bitzer. Nachdem das Bundesernährungsministerium im Sommer 2023 Anpassungen an den Eckpunkten des Gesetzesvorhabens vorgenommen und konkrete Ziele vorgestellt hat, herrscht jetzt wieder mehr Zurückhaltung innerhalb der Regierungskoalition. „Wir beobachten mit Sorge, dass das Projekt noch immer in der Ressortabstimmung festhängt und sich nichts bewegt. Zu Beginn des neuen Jahres brauchen wir einen ambitionierten Entwurf, der die Eckpunkte des Bundesernährungsministers aufgreift. Sonst verfehlen wir die im Koalitionsvertrag festgelegten Ziele für den Kinderschutz“, mahnt die DANK Sprecherin.Laut DANK ist es wissenschaftlich erwiesen, dass Werbung Kinder dazu animiert, mehr Kalorien als notwendig zu sich zu nehmen, und Ernährungspräferenzen prägt. Sie trage nachweislich zur Fehlernährung von Kindern und Jugendlichen bei und sei damit ein Risikofaktor für die Entstehung von Übergewicht und Adipositas. Selbst das gute Vorbild ernährungsbewusster Eltern werde durch die Werbeeinflüsse in Fernsehen, Radio und sozialen Medien ausgehebelt.
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