DANK: „Zuckersteuer“ muss wieder auf die politische Agenda!27. November 2023 Foto: © Saramukitza, Pixabay Anlässlich der kürzlich veröffentlichten Simulationsstudie der Technischen Universität München (TUM) zur Wirkung einer sogenannten Zuckersteuer in Deutschland äußerte sich Barbara Bitzer, Geschäftsführerin der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) und Sprecherin der Deutschen Allianz Nichtübertragbare Krankheiten (DANK). „Eine Zuckersteuer wirkt! Das zeigt die Modellierungsstudie der TU München eindrucksvoll. Die Bundesregierung darf die wissenschaftlichen Fakten nicht länger ignorieren. Eine Herstellerabgabe auf stark gezuckerte Erfrischungsgetränke und im Gegenzug die steuerliche Entlastung von Obst, Gemüse und Hülsenfürchten sollte ein wesentlicher Baustein der Ernährungsstrategie der Bundesregierung werden. Nur mit gesamtgesellschaftlichen Maßnahmen können wir die heranrollende Adipositaswelle wirksam stoppen.Zuckerhaltige Getränke sind einer der treibenden Faktoren für Diabetes Typ 2, Übergewicht und verschiedene Folgeerkrankungen. Die Simulationen der Forschenden aus München liefern deutliche Hinweise, dass steuerliche Modelle eine wichtige Maßnahme sind, die Fälle von Typ-2-Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen wirksam eindämmen können. Das sollte für die Bundesregierung ein Ansporn sein, steuerliche Instrumente wieder ernsthaft zu prüfen. Andere Länder haben das längst erkannt und steuerliche Modelle erfolgreich eingeführt, die vor allem die Herstellerfirmen in die Pflicht nehmen und diese animieren, ihre Rezepturen gesünder zu gestalten.“ Hintergrund: Eine Simulationsstudie der TU München hat gezeigt, dass eine sogenannte Softdrink-Steuer in Deutschland positive Auswirkungen hätte. Bei allen simulierten Varianten einer gesetzlichen Vorgabe konsumieren Menschen weniger Zucker und erkranken seltener. Neben den positiven Effekten für die eigene Gesundheit könne außerdem auch das Gesundheitssystem entlasten werden, da erhebliche volkswirtschaftliche Kosten gar nicht erst entstehen.
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