Das DHZB holt Gold4. März 2019 Jeanina Kluge vom DHZB-Hygieneteam mit Marcus Polle, Kaufmännischer Direktor des DHZB (rechts) und Pflegedirektor Sebastian Dienst. Foto: © Maier/dhzb/ Das Deutsche Herzzentrum Berlin wird im Rahmen der „Aktion saubere Hände“ mit dem Zertifikat für höchste Qualitätsstandards zur Händedesinfektion ausgezeichnet – als eine von nur drei Berliner Kliniken. Alleine in Deutschland erkranken Schätzungen zufolge jedes Jahr 400.000 bis 600.000 Patienten an nosokomialen Infektionen, oft mit schwerwiegenden Verläufen. Da die meisten Erreger durch Hautkontakt übertragen werden, ist die wichtigste Waffe ebenso simpel wie wirkungsvoll – nämlich die richtige und häufige Desinfektion der Hände. Im Jahr 2005 startete die Weltgesundheitsorganisation WHO deshalb die Kampagne “Clean Care is Safer Care” zur Förderung besserer Handhygiene, 2008 wurde an der Berliner Charité die „Aktion saubere Hände (ASH)“ als Bündnis mehrerer Gesundheitsinstitutionen mit Unterstützung des Bundesgesundheitsministeriums ins Leben gerufen. Im Rahmen der ASH können sich Kliniken auch einer freiwilligen Prüfung ihrer Maßnahmen zur bestmöglichen Handhygiene unterziehen. Dabei müssen etwa die Anzahl und der Standort der Spender sowie die Menge des verbrauchten Desinfektionsmittels langfristig und genau dokumentiert werden, ebenso wie verschiedene Maßnahmen zur Schulung und Prüfung des Klinikpersonals. Das vierköpfige Hygieneteam des DHZB hat jetzt das Zertifikat in Gold für langfristig nachgewiesene höchste Qualitätsstandards zur Verbesserung der Händedesinfektion erhalten. Von insgesamt über 1900 Krankenhäusern in Deutschland wurden bisher nur rund 60 Kliniken mit dem Gold-Zertifikat ausgezeichnet, darunter nur drei in Berlin.
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