DDG: Ernährungsreport des BMEL ignoriert Ausmaß der Fehlernährung3. Juni 2020 Bundesministerin Julia Klöckner und forsa-Geschäftsführer Prof. Manfred Güllner stellten den Ernährungsreport 2020 in Berlin vor. Foto: © BMEL/Photothek/Thomas Imo Zum neuen Ernährungsreport des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft kommentiert Barbara Bitzer, Geschäftsführerin der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG): „Deutschland hat ein massives Ernährungsproblem: Über die Hälfte der Bevölkerung ist übergewichtig. Doch der Ernährungsreport des zuständigen Ministeriums blendet das weitgehend aus und zeichnet stattdessen ein fast schon rosarotes Bild der Ernährung in Deutschland. Das liegt vor allem daran, dass wichtige Fragen – bewusst oder unbewusst – ignoriert werden. So wird etwa der Konsum der besonders problematischen Softdrinks gar nicht thematisiert. Auch fragt Frau Klöckner nicht, welche staatlichen Maßnahmen für gesunde Ernährung sich die Menschen denn konkret wünschen – wo man also ansetzen müsste, um die hohen Raten von falscher Ernährung und Übergewicht zu senken. Es stellt sich die Frage, welchen Zweck ein solcher Report erfüllt, außer PR für das Ministerium. Als medizinisch-wissenschaftliche Fachgesellschaft sind wir täglich mit den dramatischen Folgen von falscher Ernährung konfrontiert. Wir bieten dem Ministerium daher gern an, im kommenden Jahr bei der Gestaltung der Umfrage fachlich zu beraten – damit der Ernährungsreport auch die wirklich relevanten Fragen zur Ernährung in Deutschland beantwortet.“
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