Debatte um Luftschadstoffe: Kinderpneumologen unterstützen aktuelle Grenzwertempfehlungen29. Januar 2019 Foto: © LIGHTFIELD STUDIOS/Fotolia Auch der Vorstand der Gesellschaft für Pädiatrische Pneumologie e.V. (GPP) hat sich jetzt zu der aktuellen Debatte um die Bewertung von Luftschadstoffen geäußert. In ihrer aktuellen Stellungnahme weisen die Lungenfachärzte für Kinder und Jugendliche ausdrücklich auf die “in zahlreichen wissenschaftlichen Arbeiten dokumentierten gesundheitsschädigenden Auswirkungen von Luftschadstoffen hin”. Der Vorstand der GPP unterstütze die Grenzwert-Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation WHO, heißt es weiter. Diese Grenzwerte seien von internationalen Expertenteams auf Basis der weltweit verfügbaren Literatur zu den Auswirkungen von Luftschadstoffen auf die Gesundheit festgelegt worden. Die GPP fährt fort: “Neben kurzfristigen und langfristigen gesundheitlichen Auswirkungen von Luftschadstoffen ist die Gesundheitsfürsorge für besonders gefährdete Gruppen ein wichtiger Aspekt bei der Risikobewertung. Hierzu zählen unter anderem Kinder und Jugendliche, schwangere Frauen, ältere Menschen sowie Patienten aller Altersgruppen mit chronischen Lungenerkrankungen. In der angesprochenen Stellungnahme wird die Schutzwürdigkeit dieser besonders gefährdeten Gruppen mit keinem Wort erwähnt. Damit wird das Prinzip der Schadensvermeidung als Kernelement ärztlicher Handlungsethik ignoriert.” Der Vorstand der GPP unterstützt nach eigener Aussage außerdem die Position und die inhaltlichen Stellungnahmen der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP), der European Respiratory Society (ERS), des internationalen Forums der pneumologischen Fachgesellschaften (FIRS) und der World Health Organisation (WHO), die übereinstimmend auf die gesundheitlichen Gefahren einer erhöhten Exposition mit Luftschadstoffen hinweisen. “Als Wissenschaftler stehen wir in der Pflicht, unsere Erkenntnisse zu hinterfragen, unsere Ergebnisse kritisch zu diskutieren und unsere Methoden des Erkenntnisgewinns kontinuierlich zu verbessern”, schließen die Kidnerpneumologen. “Wissenschaftlicher Diskurs und Selbstkritik sind Kernelemente einer freien und pluralistischen Wissenschaftskultur. In der angesprochenen Stellungnahme werden jedoch methodische Limitationen zum Anlass genommen, wissenschaftliche Aussagen pauschal in Frage zu stellen, ohne hierfür Belege anzuführen.” Und: “Wer öffentlichen Zweifel an dem gesundheitsschädlichen Potential von Luftschadstoffen sät, ohne hierfür wissenschaftliche Arbeiten zu zitieren, verletzt die Grundsätze ärztlich-wissenschaftlichen Handelns. Von dieser Form der öffentlichen Meinungsäußerung distanziert sich der Vorstand der Gesellschaft für Pädiatrische Pneumologie ausdrücklich.” Der Vorstand der GPP habe die zitierte Erklärung einstimmig verabschiedet, betont die Gesellschaft abschließend.
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