Demenz: Gangstörungen sagen kognitive Einschränkungen vorher13. Juni 2025 © InsideCreativeHouse – stock.adobe.com (Symbolbild) Motorische Symptome können bei Menschen mit Alzheimer-Demenz (AD) während des gesamten Verlaufs der Erkankung auftreten. Nun zeigt ein Forscherteam der Johns Hopkins University School of Medicine in Baltimore, USA, jedoch, dass die Erkrankung bei Menschen, die motorische Symptome entwickeln, schneller zu schweren kognitiven Beeinträchtigungen voranschreitet. Um den Einfluss motorischer Symptome auf das Risiko einer Progression zu schwerer kognitiver Beeinträchtigung, schweren neuropsychiatrischen Symptomen (NPS) und Mortalität bei Patienten mit autopsiebestätigter AD zu untersuchen, hatten Seniorautor Paul B. Rosenberg und Kollegen Daten des National Alzheimer’s Coordinating Center (NACC) zu 1167 AD-Patienten ausgewertet, deren Erkrankung durch eine Autopsie bestätigt worden war. Daneben evaluierten sie die Raten von Nicht-AD-Pathologien und suchten nach Prädiktoren für die Krankheitsprogression bei diesen Patienten. Dabei zeigte sich, dass motorische Symptome wie Gangstörungen und Verlangsamung, nicht jedoch Stürze oder Tremor, Prädiktoren für das Fortschreiten zu schweren kognitiven Beeinträchtigungen waren, jedoch nicht für das Fortschreiten zu schweren NPS oder zum Tod. Patienten mit motorischen Symptomen, insbesondere Gangstörungen und Verlangsamung, wiesen häufiger eine komorbide Lewy-Körper-Pathologie auf. Fazit Von Ärzten definierte motorische Symptome bei Patienten mit Alzheimer-Krankheit (AD) sagten ein schnelleres Fortschreiten zu schweren kognitiven Beeinträchtigungen voraus, jedoch nicht zu schweren neuropsychiatrischen Symptomen oder Tod. (ej) Autoren: Shaw JS et al. Korrespondenz: Paul B. Rosenberg; [email protected] Studie: Motor symptoms in autopsy-confirmed Alzheimer’s disease increase the risk of progression to severe cognitive impairment Quelle: Alzheimers Dement 2025 Mar;21(3):e70039. Web: https://doi.org/10.1002/alz.70039