Demonstration der Hautalterung verbessert Sonnenschutzverhalten

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Hautkrebs stellt aufgrund steigender Inzidenzraten ein relevantes Problem für die öffentliche Gesundheit dar. UV-Strahlung wiederum ist ein Hauptrisikofaktor für Hautkrebs. Dennoch ist das absichtliche Bräunen nach wie vor eine gängige Praxis. Es seien, so die Autoren einer prospektiven Beobachtungs-Pilotstudie an der Universitäts-Hautklinik Basel, Schweiz, geeignete Präventionskampagnen für Kinder und Jugendliche erforderlich, um das Sonnenschutzverhalten zu verbessern.

Das Ziel der Studie war es zu untersuchen, ob eine KI-basierte Simulation der Hautalterung im Gesicht das Sonnenschutzverhalten bei erwachsenen Frauen verbessern kann. Die gewonnenen Daten unterstreichen laut den Autoren das Potenzial KI-gestützter Interventionen, die Motivation für den UV-Schutz kurz- und langfristig zu erhöhen. Kampagnen mit visueller KI-Unterstützung könnten demnach die Absicht, sich krebsvorbeugend zu verhalten, verbessern.

In der monozentrischen Pilotstudie fertigten die Autoren mit einer VISIA-CR-Kamera Fotos von den Gesichtern gesunder junger Frauen an. Die digitalen Bilder wurden aus 3 Winkeln (gerade, 45° nach links und 45° nach rechts) aufgenommen. Alle erhielten eine KI-basierte Simulation ihrer Gesichtshaut mit kontinuierlich zunehmender Alterung bis zum Alter von 80 Jahren. Um die langfristigen Auswirkungen zu beobachten, wurde nach 2 Jahren eine Nachuntersuchung durchgeführt.

Die 60 Frauen (Durchschnittsalter 23,6 ±2,5 Jahre) bewerteten die Bedeutung des Sonnenschutzes nach der Hautalterungssimulation mit der VISIA-CR-Kamera signifikant höher (p<0,0001; 95%-KI 8,2–8,8). Nach der Intervention waren 91,7% (55/60) motiviert, die UV-Exposition zu reduzieren und den UV-Schutz in Zukunft zu verstärken, da das individuelle UV-abhängige Risiko als signifikant höher wahrgenommen wurde (p<0,001; 95%-KI 5,9–6,7).

Bei der Nachuntersuchung nach 2 Jahren gaben 96% (24/25) der Frauen an, sich weiterhin um eine Reduzierung der UV-Exposition zu bemühen. Die Präferenz für Sonnenschutzmittel mit Lichtschutzfaktor 50+ stieg direkt nach der Hautalterungssimulation auf 46,7% (28/65) und nach 2 Jahren weiter auf 60,0% (15/25).

Fazit
Die Daten unterstreichen das Potenzial von KI-gestützten Photoaging-Interventionen, die Motivation zum UV-Schutz kurz- und langfristig zu erhöhen. (am)

Autoren: Gantenbein L et al.
Korrespondenz: Lorena Gantenbein; [email protected]
Studie: Artificial Intelligence-Driven Skin Aging Simulation as a Novel Skin Cancer Prevention
Quelle: Dermatology 2025;241(1):59–71.
Web: https://doi.org/10.1159/000541943