Deprescribing: Welche Faktoren hemmen oder fördern die Reduktion unnötiger Verordnungen?14. November 2017 © Photographee.eu – fotolia.com Polypharmazie birgt ein Schadensrisiko, welches bei älteren, multimorbiden Patienten am größten ist. Deprescribing zielt darauf ab, den Gesundheitszustand von Patienten zu verbessern, indem Medikamente abgesetzt werden, die aufgrund sich ändernder klinischer Umstände und Patientenprioritäten nicht länger notwendig oder angemessen sind. Durch ihre Position im Gesundheitssystem sind besonders Allgemeinmediziner und Apotheker geeignet, um das Deprescribing voranzutreiben. Das Absetzten bestimmter Medikamente sollte immer in Absprache mit den betroffenen Patienten erfolgen. Australische Wissenschaftler haben in der vorliegenden Studie untersucht, welche Ansichten Hausärzte und Apothekern über unangemessene Polypharmazie besitzen. Darüber hinaus wurde eruiert, welche Kriterien Ärzte für das Deprescribing anwenden. Außerdem wurden Faktoren identifiziert, die den Prozess des Deprescribing entweder unterstützen oder hemmen. Die Erkenntnisse der Studie liefern wichtige Einblicke für Entwicklung neuer Methoden zur Förderung von Deprescribing in der Primärversorgung. Autoren: Anderson KG et al., University of Queensland, Brisbane, Queensland, Australia. Korrespondenz: Kristen Anderson, Royal Brisbane and Women’s Hospital, University of Queensland, Level 8 Health Sciences Building, Brisbane, Queensland 4006, Australia. Email: [email protected] Studie: Negotiating “Unmeasurable Harm and Benefit”: Perspectives of General Practitioners and Consultant Pharmacists on Deprescribing in the Primary Care Setting Quelle: Qual Health Res. 2017 Nov;27(13):1936-1947. Web: http://journals.sagepub.com/doi/abs/10.1177/1049732316687732