Depressionen unter Isotretinoin bei Akne: Kein eindeutiger Zusammenhang2. Mai 2019 © molekuul.be – fotolia.com In der vorliegenden Metaanalyse chinesischer Dermatologen wird darauf abgezielt, den Zusammenhang zwischen dem Einsatz von Isotretinoin und dem Risiko für die Entwicklung von Depressionen bei Akne-Patienten zu evaluieren. Der Wirkstoff steht seit Langem im Verdacht, Depressionen hervorzurufen, doch die Datenlage ist sehr widersprüchlich. Anhand einer umfassenden Suche in den Datenbanken PubMed, Embase sowie der Cochrane Library identifizierten die Autoren 20 Studien, in deren Rahmen Isotretinoin (im Vergleich zu anderen Wirkstoffen) in der Therapie von Patienten mit Akne eingesetzt wurde. Die Suche erstreckte sich auf den Zeitraum der Einführung der Datenbanken bis Dezember 2017. Von den 20 Studien eigneten sich 17 zur weiteren Analyse, welche ergab, dass die Studien eine signifikante Assoziation zwischen dem Einsatz von Isotretinoin und deutlich verbesserten Aknesymptomen belegen (Standardisierte Mittelwertdifferenz -0,33, 95 % Konfidenzintervall [KI] -0,51–0,15). Weitere 4 Studien bezogen sich auf die Analyse des Risikos für Depressionen beim Einsatz des Retinoids. Die zeigten keine Hinweise auf einen Zusammenhang zwischen der Gabe von Isotretinoin und dem Risiko für depressive Störungen (Risikoquote 1,15, 95 %-KI 0,60–2,21). Lediglich bei einer Analyse der gepoolten Daten aus retrospektiven Studien ergab sich ein statistisch signifikanter Zusammenhang (Risikoquote 1,39, 95 %-KI 1,05–1,84), doch dieser Zusammenhang war nicht evident bei der Analyse gepoolter Daten aus prospektiven Studien (Risikoquote 0,85, 95 %-KI 0,60–2,21).
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