Der Berufsverband für Arthroskopie tagt Ende Januar

Foto: rudi1976 – stock.adobe.com

Der 33. Jahreskongress des BVASK findet am 27. und 28. Januar in Düsseldorf statt und diskutiert unter anderem die Frage, ob Vernetzung im Gesundheitswesen jemals gelingen wird. 

Während im Start-up-Bereich viele Gelder in die Digitalisierung des Gesundheitswesens gesteckt werden, wird die zentrale elektronische Patientenakte (ePA) des Bundesgesundheitsministeriums keine Erfolgsgeschichte werden, ist der BVASK überzeugt. Daher seien Niedergelassene Ärzte in ihrem Praxisalltag auf individuelle Lösungen angewiesen, die aber derzeit weder für die Ärzte noch für die Patienten zufriedenstellend seien.

Warum das so ist und was die Lösung sein könnte, darüber referiert Praxisgründer und Start-up-Gründer PD Dr. Oliver Miltner, Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie (DocOrtho Berlin) auf dem 33. Jahreskongress des BVASK in Düsseldorf. 

Miltner: „Die Digitalisierung der Patientenakte wird schwierig, selbst das zentralistische e-Rezept wurde wegen des Datenschutzes wieder auf Halde gelegt.“ Entscheidend ist, so Miltner, dass der Patient in den Mittelpunkt des Datentransfers rückt. Die Digitalisierung könne nur vorangetrieben werden, wenn der Patient in all den Apps und Anwendungen einen Mehrwert sieht und sie nutzt.

Da die Lösungen für einen Mehrwert individuell und verschieden sein müssten, brauchten sie jedoch dringend gemeinsame Schnittstellen, damit alle Datensysteme kompatibel sind. Nur dann könnten Patienten bei jedem Arzt, jeder Praxis und jeder Klinik alle digitalen Angebote nutzen.

Bislang würden die dringend benötigten Schnittstellen jedoch von den Praxissoftware-Anbietern nicht in ausreichendem Maße freigegeben. Deshalb funktioniere die Vernetzung nicht.  

Dieses und weitere spannende Themen werden Ende Januar in Düsseldorf diskutiert.