Der Forschungskompass „Mentale Gesundheit“ kommt20. Februar 2024 Myriam Bea (l.) und Silke Lipinski gehören dem KOMMIT-Kernteam an. (Foto: © Jörg Farys) Zum ersten Mal in Deutschland sammeln Menschen mit psychischen Schwierigkeiten und ihnen nahestehende Personen die für sie relevanten Forschungsthemen. Dafür startet am 22. Februar auf der Website kommit-deutschland.de ein dreiwöchiger Online-Dialog. Betroffene können dort ohne großen Aufwand ihre Themen einbringen und sehen, welche Themen andere eingebracht haben. Aus den Ergebnissen wird im Zuge einer mehrstufigen Betroffenenbeteiligung ein Forschungskompass Mentale Gesundheit erarbeitet. Er soll Forschenden dabei helfen, ihre Themenauswahl stärker am Bedarf der Betroffenen auszurichten. Wertvolles Erfahrungswissen Das Projekt trägt den Namen „KOMMIT“ und ist angesiedelt am Deutschen Zentrum für Psychische Gesundheit (DZPG). „Wir wollen das Erfahrungswissen von Betroffenen sammeln und damit stetig zur Verbesserung von Lebensqualität und Forschung beitragen“, erklärt Silke Lipinski, Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Projekt KOMMIT. „Die Online-Beteiligung ist niederschwellig und ohne großen zeitlichen Aufwand machbar. Mit kommit-deutschland.de wollen wir möglichst viele Betroffene und ihnen Nahestehende zum Mitmachen motivieren und so eine Vielzahl von Perspektiven für den Forschungskompass einsammeln“, ergänzt Myriam Bea, Mitinitiatorin von KOMMIT. Betroffenenbeteiligung von Anfang an Das Projekt wurde initiiert von Betroffenen und Angehörigen, die im „Trialogischen Zentrumsrat“ des DZPG organisiert sind. Eine Arbeitsgruppe der Mitglieder hat mit Unterstützung von Forschenden KOMMIT für andere Betroffene und Nahestehende konzipiert und gestaltet und begleitet es bis zur Veröffentlichung des Forschungskompasses. Über das DZPG Zum Deutschen Zentrum für Psychische Gesundheit (DZGP) gehören Forschungsinstitute in ganz Deutschland. Ihr Anliegen: die psychische Gesundheit der Bevölkerung verbessern und das Stigma von psychischen Erkrankungen nehmen. Hierfür arbeiten die Forschenden eng mit Betroffenen und ihnen Nahestehenden zusammen.
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