Dermatochirurgische Eingriffe: Vollnarkose oder Lokalanästhesie?16. Oktober 2018 © romaset – fotolia.com Vollnarkose oder örtliche Betäubung bei kutanen Operationen? Für eine eindeutige Beantwortung dieser grundlegenden Frage liegen nach Ansicht der Autoren einer aktuell publizierten Studie bislang nur ungenügend wissenschaftlich gesicherte Daten vor, besonders unter Einbeziehung der Behandlungsverläufe, der möglichen Komplikationen sowie der Kosten der unterschiedlichen Anästhesien. Dermatologen der Universitätsklinik Cleveland haben daher eine retrospektive Analyse der betreffenden Literatur durchgeführt. Das Autorenteam konnte 51 Vergleichsstudien zu dem Theam identifizieren; 41 dieser Studien untersuchten direkt das Behandlungsergebnis nach Vollnarkose bzw. lokaler Anästhesie. Bezüglich des Behandlungsergebnisses konnte keine der Untersuchungen signifikante Unterschiede dokumentieren. Des Weiteren wurde in 41 Studien das Auftreten von Nebenwirkungen evaluiert; hierbei berichten 15 Studien (36,6 %) von signifikant besseren Behandlungsergebnissen. Lediglich 2 Studien (4,9 %) kommen zu dem Ergebnis, dass unter Vollnarkose durchgeführte Behandlungen zu einem besseren Behandlungsergebnis führen; 15 von 36 publizierten Untersuchungen (41,7 %) berichten von einer niedrigeren Rate an Nebenwirkungen bei Anwendung lokaler Anästhesie. Von den 13 Studien, die auf die Kosten der unterschiedlichen Anästhesien eingingen, kommen alle 13 zu dem wenig überraschenden-Ergebnis, dass die Lokalanästhesie wesentlich kostengünstiger ist. Die Autoren merken an, dass die gewonnenen Daten nicht auf alle Fälle und Arten kutaner Chirurgie übertragen werden können. Im Fazit heißt es, dass die Anwendung von Lokalanästhesie bei signifikant niedrigeren Kosten zu vergleichbaren oder gar besseren Behandlungsergebnissen führe, als dies bei Durchführung von Vollnarkosen der Fall sei.
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