Hautkrebs: Entwicklung einer nicht-invasiven Untersuchungsmethode23. März 2018 © bluedesign – fotolia.com Das 2014 gegründete französische Start-up Damae für Medizintechnik hat ein nicht-invasives Verfahren zur Hautuntersuchung entwickelt, das genauso gute Ergebnisse erzielt wie die mikroskopische Untersuchung, und die dafür notwendige Gewebeentnahme vermeidet. 60 % der heute vorgenommenen Biopsien erweisen sich nach der Untersuchung als gutartig. Das vom Start-up entwickelte Verfahren basiert auf der Optischen Kohärenz-Tomografie (OCT) und ermöglicht im Gegensatz zu den bisherigen in vivo Bildgebungsverfahren (horizontal bis 250 µm) auch einen vertikalen Lichtschnitt bis zu 1 mm Tiefe. Dafür wird ein Lichtstrahl auf die zu analysierende Hautoberfläche gerichtet. Durch die Reflexion überträgt das Licht genaue Informationen zu ihrer Struktur. Ein Vorteil der Vermeidung einer Biopsie besteht auch darin, dass der Tumor durch die Untersuchung nicht zerstört wird. Ziel ist es, das Aufspüren von Hautkrebs (Melanome, Karzinome) zu verbessern und zu beschleunigen. „Unsere Methode wird derzeit von einer dermatologischen Abteilung des Universitätskrankenhauses in Saint-Etienne (Paris) geprüft. Sie ermöglicht eine sehr genaue Betrachtung von Hautveränderungen. Die erhaltenen Bilder geben Aufschluss darüber, ob es sich bei diesen Veränderungen um Krebs handelt oder nicht”, so Anaïs Barut, Mitbegründerin des Start-ups. Mit Hilfe dieser Technik soll eine verbesserte Früherkennung von karzinomatösen Hautveränderungen ermöglicht werden. Wird diese Technologie anerkannt, könnte sie bereits 2019 eingesetzt werden.
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