Deutscher Ärztetag unterstützt Forderung nach Reanimationsunterricht für Kinder24. November 2021 Kampagnenbild zu #ichrettedeinleben. Quelle: GRC Mehr als 58.000 Menschen haben bereits die Petition #ichrettedeinleben zur bundesweit verpflichtenden Einführung von Unterricht in Wiederbelebung spätestens ab der 7. Klasse unterzeichnet. Der 125. Deutsche Ärztetag nahm Anfang November einen Antrag auf Unterstützung dieser Forderung mit überwältigender Mehrheit an, wie der Deutsche Rat für Wiederbelebung (GRC) mitteilt. Der GRC verweist zudem auf das Beschlussprotokoll des Ärztetages, in dem folgendes dokumentiert ist: „Die Kultusministerinnen und Kultusminister der Länder werden aufgefordert, eine entsprechende Änderung der jeweiligen Lehrpläne herbeizuführen, sofern noch keine entsprechende Umsetzung erfolgte. […] Die Verbesserung der Ausbildung von Schülerinnen und Schülern erscheint ein effektiver, einfacher und nachhaltiger Weg, um die Laienreanimationsquote nachhaltig zu steigern. Andere Länder haben bereits bewiesen, dass dieser Weg zu nachhaltigen Veränderungen und Verbesserungen führen kann.“ Damit würden die Delegierten der jährlichen Hauptversammlung der Bundesärztekammer die Argumentation der Initiatoren der Kampagne „#ichrettdeinleben“, Dr. Carola Holzner, Notärztin aus Duisburg, und Prof. Bernd Böttiger, Vorstandsvorsitzender des GRC, bestätigen. Als Beispiel für eine erfolgreiche Umsetzung eines solchen Anliegens nennt der GRC Dänemark. Dort wurde im Jahr 2005 der Wiederbelebungs-Unterricht gesetzlich festgeschrieben. Seither hat sich die Laienreanimationsquote von 20 Prozent im Jahr 2000 auf mehr als 60 Prozent im Jahr 2020 gesteigert. Die Überlebensrate von betroffenen Menschen hat sich verdreifacht. Andere Länder wie die Niederlande und Schweden weisen sogar eine Laienreanimationsquote von 70 Prozent und mehr auf. „Durch einen entsprechenden Schulunterricht würden Menschen in ganz Deutschland die kinderleichten Maßnahmen natürlich verinnerlichen und so im entscheidenden Fall selbstbewusst und selbstverständlich handeln“, wirbt Böttiger auch für die Einführung in deutschen Klassenzimmern. Die Initiative intensiviert eigenen Angaben zufolge nun den Dialog mit der Politik, nachdem kurz nach der Bundestagswahl bereits alle Parteispitzen kontaktiert worden seien und erste positive Signale rückgemeldet wurden. „Wir sprechen in den nächsten Tagen Bildungs- und Gesundheitspolitikerinnen und Gesundheitspolitiker auf Bundes- und Länderebene in ganz Deutschland aktiv an, uns bei der Umsetzung unserer Forderung zu unterstützen – wir lassen nicht locker!“, kommentiert Holzner. Und weiter bitten die Initiatoren um Unterstützung aus der Bevölkerung: Unter anderem in allen Landeshauptstädten rufen Plakate ab dem 23. November erneut zur Unterzeichnung der Petition auf. „Jede Unterschrift stärkt uns und unser Vorhaben!“
Mehr erfahren zu: "Neu: „Schwerpunktversorgung Intensivmedizin“ am Universitätsklinikum Jena" Neu: „Schwerpunktversorgung Intensivmedizin“ am Universitätsklinikum Jena Als eine von wenigen Kliniken in Deutschland erhielt die Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin am Universitätsklinikum Jena (UKJ) jüngst die Auszeichnung „Schwerpunktversorgung Intensivmedizin“.
Mehr erfahren zu: "Viele Kinder mit Grippe im Krankenhaus" Viele Kinder mit Grippe im Krankenhaus Der Deutschen Gesellschaft für Pädiatrische Infektiologie (DGPI) zufolge haben die meisten Kinder, die zurzeit wegen einer akuten Atemwegsinfektion ins Krankenhaus kommen, eine Grippe.
Mehr erfahren zu: "Schwerverletzte haben am UKL überdurchschnittlich gute Überlebensprognose" Schwerverletzte haben am UKL überdurchschnittlich gute Überlebensprognose Beim Standard der Versorgung und Behandlung Schwerverletzter Patienten zählt das Universitätsklinikum Leipzig (UKL) zur bundesweiten Spitze. Dies geht aus dem TraumaRegister (TR) DGU® 2025 hervor, wie das Klinikum mitteilt.