Deutscher Rat für Wiederbelebung vergibt Aktionspreis und Young Investigator Award2. Mai 2022 Julian Kessler und Dominik Grab erhalten für ihre Aktion „Sie retten Leben – Reanimation betrifft jeden“ den GRC-Aktionspreis 2022. Foto: privat Erstmals in der Geschichte des Deutschen Rates für Wiederbelebung (German Resuscitation Council, GRC) wurden zwei Preise ausgeschrieben. Nun stehen die Gewinner fest. „Wir sind sehr beeindruckt, dass wir so viele tolle Bewerbungen erhalten haben“, lobt der GRC die Resonanz auf seine Ausschreibungen. Die Preisträger des GRC-Aktionspreises und des GRC-Young Investigator Award gab der Rat am 06.04.2022 bekannt. Der GRC-Aktionspreis Mit dem GRC-Aktionspreis werden Menschen oder Gruppen ausgezeichnet, die durch ihr Engagement den Zielen des GRC – jedes Jahr 10.000 Menschenleben zusätzlich zu retten – in Deutschland in besonderer Weise gedient haben. Als preiswürdig erachtet wurden sowohl Projekte zur Förderung der Wiederbelebung (z.B. durch öffentlichkeitswirksame Aktionen, Systeme zur Verbesserung der Überlebensquote, etc.) als auch eine erfolgreiche Wiederbelebung – die durch das gute Zusammenwirken vieler Menschen gelungen ist. Nach Sichtung der Bewerbungen durch den Vorstand des GRC wurden fünf Bewerbungen auf der GRC-Website zur öffentlichen Abstimmung vorgestellt. Nach Angaben des GRC votierten über 2200 Menschen innerhalb von zwei Wochen für den GRC-Aktionspreis. Gewonnen haben Julian Kessler und Dominik Grab für ihre Aktion „Sie retten Leben – Reanimation betrifft jeden“. Bei dieser Aktion demonstrierten sie im letzten Jahr im Rahmen der Landesgartenschau Überlingen am Bodenseeufer mit knapp 700.000 Besucherinnen und Besuchern die Grundsätze der Wiederbelebung. Julian Kessler und Dominik Grab sind Notfallsanitäter und Mentoren bzw. Praxisanleiter an der Rettungswache Überlingen (DRK Rettungsdienst Bodensee-Oberschwaben gGmbH). Der GRC-Young Investigator Award Mit dem GRC-Young Investigator Award wird das Engagement junger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in der Reanimations-Forschung ausgezeichnet. Berücksichtigt werden laufende oder geplante wissenschaftliche Projekte sowie bereits publizierte Arbeiten. Preisträger Sam J. Brixius. Foto: privat Unter den neun Bewerbern für den Preis entschied sich die fünf-köpfige Fachjury schließlich für Sam Joé Brixius aus der Klinik für Herz- und Gefäßchirurgie im Universitätsklinikum Freiburg mit seinen Arbeiten zur Identifikation von Perfusionszielen zur Prognoseverbesserung nach extrakorporaler Reanimation. Brixius untersuchte im Rahmen seiner Dissertation, inwieweit – gegenüber einer extrakorporalen kardiopulmonalen Reanimation nach etabliertem Standard – die in Freiburg konzeptionierte kontrollierte, automatisierte Ganzkörperreperfusion, genannt CARL, Vorteile bietet. „In seinem Modell konnte Brixius zeigen, dass die extrakorporale Reperfusion nach fünf-minütigem Herz-Kreislaufstillstand leitliniengerechter Reanimation zu schweren hypotensiven Phasen und einer massiven Hyperoxygenierung bei gleichzeitiger Hyperkapnie führt. Das frühzeitige Erfassen und steuernde Modifizieren mehrerer Reperfusionsparameter im Rahmen der CARL-Therapie zeigte sich bezüglich der oben genannten Punkte vorteilhaft.“ Sam Brixius will dem GRC zufolge zukünftig weiteren Fragestellungen nachgehen. Der Gewinner des GRC-Young Investigator Awards habe sich innerhalb eines sehr starken Bewerberfeldes durchsetzen können, heißt es vom Wiederbelebungsrat. „Die Jury zeigte sich hocherfreut über die zahlreichen Preis-Bewerbungen, dankt allen Bewerberinnen und Bewerbern und gratuliert Sam Joé Brixius sehr herzlich!“, berichtet für die Fachjury Prof. Andreas Bohn. Die offizielle Ehrung der Gewinner findet auf dem GRC-Reanimationsdialog 2022 statt. Die Gewinner erhalten ein Preisgeld in Höhe von je 1500 EUR. Eine erneute Ausschreibung beider Preise im Laufe des Jahres ist vorgesehen.
Mehr erfahren zu: "Einigungsdruck bei Gesundheits-Sparpaket – und viel Skepsis" Einigungsdruck bei Gesundheits-Sparpaket – und viel Skepsis Immer höhere Milliardenkosten für die Gesundheitsversorgung sollen unter Kontrolle kommen. Für ein Spargesetz wird es jetzt ernst. Populär sind die geplanten Einschnitte nicht – bis auf Ausnahmen.
Mehr erfahren zu: "Rund die Hälfte aller Schwerverletzten in Deutschland verunglückt im Straßenverkehr" Rund die Hälfte aller Schwerverletzten in Deutschland verunglückt im Straßenverkehr Anlässlich des Tags der Verkehrssicherheit am 20. Juni hat die DGOU auf die hohe Rate von Schwerverletzten durch Unglücke im Straßenverkehr hingewiesen. Die Fachgesellschaft unterstützt die Forderung des Deutschen Verkehrssicherheitsrats […]
Mehr erfahren zu: "Post-Intensive-Care-Syndrom: DIVI fordert bessere Nachsorge für kritisch kranke Patienten" Post-Intensive-Care-Syndrom: DIVI fordert bessere Nachsorge für kritisch kranke Patienten Viele Menschen leiden noch Monate oder Jahre nach einer intensivmedizinischen Behandlung unter körperlichen, psychischen oder kognitiven Folgen. Dennoch fehlen in Deutschland bislang flächendeckende und strukturierte Nachsorgeangebote für Patienten mit Post-Intensive-Care-Syndrom.