Deutschlandpremiere für innovatives digitales Röntgensystem24. August 2020 (v.l.): Hüseyin Übeyli, Leitender Arzt Wirbelsäulen- und Skoliosechirurgie, Dietmar Kivelitz, Chefarzt Albers-Schönberg-Institut für Strahlendiagnostik, Sven Nagel, Chefarzt Wirbelsäulen- und Skoliosechirurgie Asklepios Kliniken St. Georg und Wandsbek (Foto: obs/Asklepios Kliniken GmbH & Co. KGaA) Als erste Klinik in Deutschland und als zweite in Europa habe man ein neues digitales Röntgensystem in Betrieb genommen beziehungsweise installiert, vermeldet die Asklepios Klinik St. Georg in Hamburg. Das Röntgensystem EOSedge(TM) wurde laut der Klinik Ende 2019 auf dem Radiologie-Kongress (RSNA) der Welt in Chicago vorgestellt. Kurz darauf sei die Lieferung an den Klinikstandort in Hamburg erfolgt. Corona-bedingt verzögerten sich die Installation des Systems und die Schulungen für die Mitarbeiter, aber seit einigen Wochen würden bereits erfolgreich Patienten mit der innovativen, besonders strahlungsarmen Technologie untersucht, so die Klinik. Dabei stehen oder sitzen die Patienten in einer offenen Kabine, während die Röntgenröhre und der Detektor sich während der Untersuchung entlang der Körperachse bewegen, den Körper gleichzeitig frontal und lateral “scannen” und innerhalb weniger Sekunden verzerrungsfreie Bilder liefern. Die genaue Front- und eine exakte Seitenansicht des muskuloskelettalen Systems ermöglicht die Erstellung präziser 3-D-Modelle, sodass die Ärzte das Ergebnis aus unterschiedlichen Winkeln betrachten können. Die Strahlenbelastung des neuen Systems liegt um bis zu 50 Prozent unter der Dosis von herkömmlichen Röntgengeräten, mit der MicroDose-Funktion für Nachsorge-Untersuchungen sogar um das 20-fache, so das Klinikum zu Funktion und technischen Details des Systems. Dass das Röntgensystem in der Asklepios Klinik St. Georg installiert wurde, habe auch mit der Historie der Klinik zu tun. Denn die von Prof. Dietmar Kivelitz geleitete Radiologie im Albers-Schönberg-Institut blicke auf eine mehr als 100jährige Tradition zurück. Das Institut wurde 1914 vom Röntgenpionier Albers Schönberg errichtet, der zuvor 1903 am Klinikstandort St. Georg die weltweite erste Röntgenabteilung eröffnet hatte. Man freue sich mit dem Einsatz der neusten Generation dieses Röntgensystems das Leistungsangebot im Bereich der Wirbelsäulen- und Skolioseversorgung, der Traumatologie und Orthopädie weiter zu stärken, sagte Thomas Rupp, Geschäftsführender Direktor der Asklepios Klinik St. Georg. Das System verbessere die Diagnostik, Therapieplanung und Verlaufskontrolle erheblich, ergänzte Dr. Sven Nagel, Chefarzt der Wirbelsäulen- und Skoliosechirurgie der Asklepios Kliniken St. Georg und Wandsbek. “Operationen können durch die verbesserte Erfassung der Winkel- und Achsverhältnisse künftig noch viel präziser geplant werden. Zudem profitieren unsere Patienten durch das neue Röntgensystem von verkürzten Untersuchungszeiten und einer deutlich reduzierten Strahlenbelastung. Das ist vor allem für Patienten wichtig, die engmaschig untersucht werden müssen”, so der Chefarzt weiter. Zum Einsatz komme das System insbesondere zur Beurteilung von Verletzungen, Veränderungen und Deformitäten der Wirbelsäule wie Skoliosen, von Hüft- und Kniegelenken, von Muskel- und Skelettstrukturen sowie von Becken- und Beinfehlstellungen.
Mehr erfahren zu: "Durchschnittlicher Zusatzbeitragssatz der Kassen bleibt stabil bei 2,9 Prozent" Durchschnittlicher Zusatzbeitragssatz der Kassen bleibt stabil bei 2,9 Prozent Der GKV-Schätzerkreis hat seine Prognosen für die finanziellen Rahmenbedingungen für 2027 abgegeben. Der Bundesgesundheitsminister wertet es als Erfolg des GKV-Spargesetzes, die KBV übt daran weiter Kritik.
Mehr erfahren zu: "Die UV-GOÄ als „Fels in der Brandung“" Die UV-GOÄ als „Fels in der Brandung“ Mit der Gebührenordnung für Ärzte zum Vertrag Ärzte/Unfallversicherungsträger (UV-GOÄ) kommt es zu deutlichen Verbesserungen für die Abrechnung arthroskopischer Operationen und der Grundleistungen.
Mehr erfahren zu: "DKOU 2026 – Kongresspräsidenten im Interview: „Versorgung vom Patienten aus denken“" DKOU 2026 – Kongresspräsidenten im Interview: „Versorgung vom Patienten aus denken“ Im Interview sprechen die drei Präsidenten des DKOU 2026 über Gesundheitspolitik, Herausforderungen für O & U und Programm-Highlights