DGHNO-KHC-Kongress: Benefit von technischen Innovationen für den Patienten24. Mai 2022 Foto: natali_mis/stock.adobe.com Mit dem Motto „Interface – Fokus Mensch im Zeitalter der technisierten Medizin“ legt der diesjährige der Kongress Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde – Kopf-Hals-Chirurgie (DGHNO-KHC) den Fokus auf den Nutzen technischer Innovationen für Patienten. „Das Motto des Kongresses ist nicht zufällig gewählt“, betonte Kongresspräsident Prof. Hans-Jürgen Welkoborsky Präsident der DGHNO-KHC, Chefarzt der Klinik für Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde, KRH Klinikum Nordstadt, Hannover auf einer Presskonferenz im Vorfeld des Kongresses. Er verwies auf viele Innovationen im Kopf-Hals-Bereich, die „enorme Benefits für die Patienten haben.“ Beispiele seien etwa Cochlea-Implantate, Nervus-hypoglossus-Schrittmacher, aktive Mittelohrimplantate – aber auch Biologika wie monoklonale Antikörper, die etwa in der Therapie chronischer Rhinosinusitis mit Nasenpolypen oder der Krebstherapie eingesetzt werden. Als weiteres Beispiel nannte Welkoborsky neue Entwicklungen im OP-Saal, wie roboterassistierte Chirurgie. „Wir stehen mit der Robotik und der Einführung von Assistenzsystemen in den OP-Sälen am Beginn einer zweiten Welle von Innovationen, von denen unsere Patienteninnen und Patienten erheblich profitieren werden, die Operationen sicherer und minimalinvasiver sowie punktgenauer machen werden“, betonte der Kongresspräsident. Dabei stünde der Patient im Mittelpunkt dieser Entwicklungen, so Welkoborsky weiter und hob hervor: „Hierbei ist aber klar, dass der Patienten bei allem technischen Fortschritt nicht nur ein technisches Objekt ist, der Arzt nicht nur Molekularbiologe oder Ingenieur. Der Arzt mit seiner Erfahrung, seinem Können und seiner Empathie wird auch weiterhin die zentrale Anlaufstelle für den Patienten bleiben.“ Allerdings gebe es Innovation und medizinischen Fortschritt „nicht zum Nulltarif“. Welkoborksy forderte den „Menschen in den Mittelpunkt der Gesundheitspolitik“ zu stellen und nicht nur als Kostenfaktor zu betrachten. „Medizin ist nicht nur rein ökonomisch zu sehen“, so Welkoborsky. Dinge wie Rehabilitation einer Behinderung, die Heilung einer andernfalls chronisch verlaufenden Erkrankung oder eines Tumors seien „schwer zu taxieren“. Zum Kongress, der nach zwei Jahren Pandemie vom 25. bis zum 28. Mai in Hannover in Präsens stattfindet, werden etwa 2500 Teilnehmerinnen und Teilnehmer erwartet. (ja)
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