DGOU-Preise verliehen26. Oktober 2017 Andrea Meurer und Ingo Marzi mit dem Träger des Preises zur Förderung der Versorgungsforschung der DGOU Jörg Lützner. Foto: © Intercongress/Tobias Tanzyna Im Rahmen der Pauwel-Gedächstnisvorlesung auf dem DKOU wurden auch zwei Preise der DGOU verliehen: Der Preis zur Förderungen der Rehabilitationsforschung 2017 ging an Dr. Lena Tephol, den Preis zur Förderung der Versorgungsforschung erhielt Prof. Jörg Lützner. Prof. Jörg Lützner und das EKIT-Projekt (Evidenz- und Konsens-basierte Indikation Totalendoprothese) vom Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden haben den Preis zur Förderung der Versorgungsforschung 2017 der DGOU erhalten. Lützner erwähnte, dass sehr viele an dem ausgezeichneten Projekt beteiligt seien – er nähme den Preis stellvertretend für das ganze Team entgegen. Dieses wurde für seine Studie zum endoprothetischen Gelenkersatz bei Gonarthrose ausgezeichnet, die in Zusammenarbeit mit Vertretern von Fachgesellschaften, Kostenträgern und Patientenverbänden entstanden ist. Die Arbeit formuliert Kriterien dazu, wann bei Gonarthrose-Patienten die Voraussetzungen für eine Knie-Totalendoprothese gegeben sind. Zudem werden Risikofaktoren und Umstände beschrieben, die einen solchen Eingriff nicht oder nur nach sorgfältiger Abwägung zulassen. Die Studie hat damit die Grundlage dafür geschaffen, dass Knie-Totalendoprothesen deutschlandweit nach standardisierten Kriterien eingesetzt werden können. Der Preis ist mit 5.000 Euro dotiert. Lena Tepohl (m.) hat den Preis zur Förderung der Rehabilitationsforschung 2017 erhalten. Andrea Meurer (l.) und Ingo Marzi überreichten den Preis. Foto: © Intercongress/Tobias Tanzyna Der Preis zur Förderung der Rehabilitationsforschung 2017 der DGOU ging an Dr. Lena Tepohl von der Universität Ulm, für für ihre Arbeit mit Co-Autor Prof. Dr. Gert Krischak zum gesundheitsökonomischen Nutzen der medizinischen Rehabilitation bei Rückenschmerzen. Die 37-jährige stellte ihre Studie vor, in der sich zeigte, dass Reha-Patienten innerhalb von zwei Jahren nach der Reha 14 Tage seltener arbeitsunfähig sind als Patienten, die keine Reha erhalten haben. Zudem belegt die Untersuchung das bessere Kosten-Effektivitäts- sowie Kosten-Nutzen-Verhältnis der Rehabilitation: Der volkswirtschaftliche Effekt von Reha-Maßnahmen ist mit 11.115 Euro pro Person beziffert. Der mit 5000 Euro dotierte Preis wird von der Klinikgruppe Enzensberg gestiftet.
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