DGS-Initiative chronischer Kopfschmerz II geht in die Verlängerung23. November 2023 Foto: © Dragana Gordic/stock.adobe.com Die von Abbvie, Novartis und Teva über eine Poolfinanzierung geförderte „DGS-Initiative chronischer Kopfschmerz II – Für eine fachübergreifende Verbesserung der Primärversorgung“ geht in die Verlängerung. Das Ziel der Initiative ist der Deutschen Gesellschaft für Schmerzmedizin e.V. (DGS) zufolge, die Basisversorgung von Patientinnen und Patienten mit chronischen Kopfschmerzen, allen voran Migräne, zu verbessern. „Uns ist es wichtig, Betroffenen so früh wie möglich Zugang zu einer effektiven Therapie zu ermöglichen und den Leidensweg damit erheblich zu verkürzen“, fasst Dr. Johannes Horlemann, Präsident der DGS, das Hauptanliegen zusammen. Handlungsbedarf sieht die DGS vor allem bei der Verordnung der spezifischen Migräneprophylaxe mit den monoklonalen Antikörpern gegen CGRP-Rezeptoren, die bisher erst nach Versagen der unspezifischen Prophylaktika möglich ist. In bestimmten Fällen chronischer Migräne könne außerdem Botox das Mittel der Wahl sein. Nach Ansicht der Gesellschaft kommen zudem nichtmedikamentöse Verfahren zu selten zum Einsatz. Migräne betrifft Frauen besonders häufig. Daher kooperiert die DGS mit der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe e.V. (DGGG), um das Bewusstsein für die Erkrankung in dieser Fachgruppe zu verstärken. „Da Migräne häufig hormonell beeinflusst wird und Gynäkologinnen und Gynäkologen für junge Frauen oft die primären ärztlichen Ansprechpartner sind, freuen wir uns über die Kooperation mit der DGGG“, so Horlemann. „Wir werden einige der Aktivitäten gemeinsam umsetzen, um diese wichtige Zielgruppe der Gynäkologinnen und Gynäkologen zu erreichen“, betont er. Im Rahmen der nun verlängerten Initiative bewirbt die DGS außerdem ihre PraxisLeitlinie „Primäre Kopfschmerzerkrankungen“ sowie die dazugehörigen Kurzfassung, den PraxisLeitfaden „Medikamentöse Akuttherapie und Prophylaxe der Migräne bei Erwachsenen“. Diese böten für Versorgerinnen und Versorger „detaillierte Informationen sowie einen Therapiealgorithmus für die medikamentöse Therapie und Prophylaxe“, so die DGS. Kritisch gesehen werden die DGS-eigenen PraxisLeitlinien von Vertreterinnen und Vertreter der Deutschen Schmerzgesellschaft e.V., welche als Mitglied der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften e.V. (AWMF) entweder federführend oder als beteiligte Fachgesellschaft an diversen AWMF-Leitlinien zum Thema Schmerz mitwirkt. (ah)
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