Diabetes und Bluthochdruck: DFG-Förderung für biomedizinische Forschung an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg16. Juli 2024 Bildunterschrift Pressebilder: Die Professoren Jörn Oliver Sass, Mike Althaus und Matthias Preller (von links) am Campus Rheinbach. Foto: H-BRS Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) unterstützt Projekte an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg (H-BRS) der Professoren Mike Althaus, Matthias Preller und Jörn Oliver Sass mit insgesamt 700.000 Euro. Prof. Jörn Oliver Sass beschäftigt sich in seinem Projekt mit Störungen des menschlichen Valin-Katabolismus. Bei manchen Störungen im Abbau der Aminosäure Valin häuft sich 3-Hydroxyisobuttersäure an. „Wir wissen aber noch nicht, was das für Konsequenzen hat“, erklärt Sass. Mit Hilfe kultivierter Zellen will er Proteine und Mechanismen untersuchen – einiges deute darauf hin, dass Fehlfunktionen mit Diabetes und mit Auswirkungen auf das Nervensystem zusammenhängen können. Dazu analysiert der Biochemiker auch die Auswirkungen der veränderten Gene auf den Fadenwurm Caenorhabditis elegans. „Wir hoffen, mit unserer Forschung seltene Stoffwechselstörungen besser zu verstehen und darüber auch Rückschlüsse auf häufigere Krankheiten ziehen zu können“, ergänzt Sass. In einem weiteren Projekt untersuchen die Professoren Mike Althaus und Matthias Preller den epithelialen Natriumkanal, einen Ionenkanal, der eine Schlüsselfunktion in der Regulation des Salz- und Wasserhaushalts einnimmt. „Aber wir wissen nicht, wie diese Steuerungsmechanismen funktionieren“, erläutert Preller. „Das wollen wir besser verstehen“, fügt er hinzu. Denn Fehlfunktionen des Natriumkanals werden mit Krankheiten wie Bluthochdruck oder Mukoviszidose in Verbindung gebracht. „Der Natriumkanal ist eine Art Tunnel in der Zellmembran“, erläutert Althaus und fährt fort: „Wir wollen herausfinden, wie das sogenannte Gating funktioniert, also wie sich die Tür öffnet oder schließt, und welche Faktoren dies beeinflussen.“ Die drei Professoren nutzen in den beiden Projekten die vier von der DFG geförderten Ggeräte der „Analyseplattform für molekulare Mechanismen und zelluläre Funktionen“, die seit August 2023 in den Biologie-Laboren in Rheinbach stehen.
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